Homöopathie: Gesundheit durch Hilfe zur Selbstheilung
00:00:03: Hallo und herzlich willkommen zu einer weiteren Episode in unserer Serie Frauen reden über Frauenthemen.
00:00:10: Ich muss sagen, dass ich die Reihe äußerst interessant finde.
00:00:12: Es macht mir sehr viel Spaß mit so vielen verschiedenen Frauen verschiedene Themen anzuschauen.
00:00:17: Und für mich ist es ja so ein bisschen durcheinander.
00:00:19: Ich habe uns gerade gestern Menopause aufgenommen.
00:00:22: Heute sprechen wir schon wieder über Wochenbett, Geburt und so weiter.
00:00:27: Und da finde ich sehr spannend, weil man auch den Flexi beim Kopf bleiben muss.
00:00:33: Gestern mit Menopause.
00:00:35: Heute wird es anderes.
00:00:36: Macht mir sehr viel Spaß.
00:00:37: Ich habe sehr gerne, wenn es ein bisschen durchmüscht ist.
00:00:39: Also für mich ist schon die Aufnahme sehr spannend und sehr divers und sehr lehrreich.
00:00:45: Ich habe schon so viel gelernt über diese Serie.
00:00:48: Und heute habe ich eine Dame da, die auf Empfehlung gekommen ist von jemand, der auch schon im Podcast war.
00:00:54: Nämlich der Thorsten hat sie vorgeschlagen.
00:00:56: Der gesagt, schreib sie doch mal an, die wäre sicher eine Bereicherung für deinen Podcast, weil die nämlich auch ein cooles Projekt macht.
00:01:03: Und genau, heute ist sie hier.
00:01:06: Herzlich willkommen Helge Häusler.
00:01:08: Schön, dass du im Podcast dabei bist.
00:01:09: Vielen Dank für die Einladung.
00:01:11: Ich freue mich sehr.
00:01:12: Wir bleiben unserer Grundstruktur treu, ganz psychotisch und machen es einmal selber.
00:01:18: Deshalb auch an dich die erste Frage.
00:01:20: Wie bist du zu dem gekommen, zur Homöopathie und zum Hebamme sein.
00:01:24: und am Schluss, wenn wir auch mit diesem Projekt ja noch sprechen, wie bist du dazu gekommen?
00:01:31: Ja, ich beginne mit dem Hebamme sein.
00:01:33: Ja, ich bin relativ spät zu Hebamme gekommen.
00:01:37: Ich war Mitte fast Ende zwanzig, als ich mit der Ausbildung angefangen hatte.
00:01:42: Ich habe zuerst ein Studium der Indologie und Religionswissenschaften gemacht.
00:01:49: Und hatte da schon so diesen Hintergrund, ich würde gern ergründen, was die Welt zusammenhält.
00:01:56: Ich hatte so die Vorstellung, dass ich in diesem Studium da einiges dazu zu erfahre.
00:02:01: Es hat sich dann aber auch herausgestellt, dass dem eigentlich nicht so war.
00:02:06: Zum einen... war es mehr oder weniger ein Sprachstudium.
00:02:10: Zum anderen wurde mir irgendwann klar, dass ich mich auf eine hochqualifizierte Arbeitslosigkeit vorbereite.
00:02:16: Und ich hatte eine Kommilitonin, die eine Schwester hatte, die in der Hebammausbildung war.
00:02:21: Und die erzählte immer wieder über die Ausbildung, über das, was ihre Schwester erzählte.
00:02:25: Und es hat mich extrem fasziniert, was ich da so zu hören bekam.
00:02:29: kam und fand, Mensch, dass das auch eine Art und Weise ist, so tiefer einzutauchen ins Leben und die Hintergründe im Leben vielleicht zu entdecken, zu erforschen, die jetzt nicht auf den ersten Blick sichtbar sind.
00:02:42: Und ich habe mich dann an dieser Hebammschule damals in Tübingen in der Uniklinik beworben und habe erstaunlicherweise sofort einen Platz bekommen.
00:02:50: Und es war klar, dass ich dann das Studium sausen lasse und dann ... ist eben nicht Abschließe, sondern die Karriere wechseln.
00:02:58: Und ich habe es nie bereut und ich denke, es war eine meiner besten Entscheidungen im Leben, die ich da getroffen habe.
00:03:05: Und ich habe schon während der Ausbildung den Eindruck gehabt, dass es was anderes braucht als das, was ich da kennenlerne an der Uniklinik.
00:03:13: Ja, ich habe ganz gute Medizin da gesehen und kennengelernt und auch erlernt.
00:03:20: Darüber bin ich sehr froh.
00:03:22: dass ich es getan habe und dass es sie gibt.
00:03:25: Aber ich hatte schon gegen Ende der Ausbildung das Gefühl, es braucht einfach noch was anderes.
00:03:29: Es braucht ein weiteres Tool.
00:03:31: Damit alleine kann es eigentlich nicht gehen.
00:03:35: habe mich dann erst so ein bisschen mit Akkupunktur beschäftigt und dann gemerkt, auch nicht so ganz meins und habe dann in die Homöopathie reingeschnuppert und dann war für mich klar, die Homöopathie ist das, womit ich mich beschäftigen will.
00:03:46: Das soll mein Tool sein, mit dem ich diese Geburtshilfe, wie ich sie bis dahin kennengelernt habe, ergänzen will.
00:03:54: Und ich habe damals schon angefangen, mittlerweile vor dreißig Jahren, mich damit zu beschäftigen und habe dann auch eine sehr große Ausbildung gemacht, ich wollte es dann richtig machen und richtig lernen, war dann damals an der Samuel Hahnemann Lehr Academy dabei, musste da so ein bisschen drum ringen, dass ich als Hebamme da teilnehmen durfte, weil von Seiten der Schulleitung damals gesagt habe, das ist viel zu große Ausbildung, das brauchen Hebamme gar nicht und so weiter.
00:04:23: habe dann aber da teilgenommen und habe da, glaube ich, eine sehr, sehr gute Ausbildung erhalten, konnte das sehr gut umsetzen, die Praxis, habe dann auch gemerkt, dass eigentlich die ganzen Bücher, Lehrbücher und so weiter, die ich hatte, nicht wirklich jetzt mir geholfen haben, auf eine gute und konsequente Weise ohne Umwege, die Homöopathie zu erlernen, so, als Hebamme aus meiner Sicht.
00:04:51: Und habe dann, in dem Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, in Zusammenarbeit mit dem letzten VHA eine Ausbildung entworfen.
00:05:10: Wir waren Gruppe Hebamme, Gruppe Ärzte, die dann gemeinsam eine Hebammausbildung über einige Jahre angeboten haben.
00:05:19: Und das war eine sehr spannende, auch sehr lehrreiche Zeit für mich.
00:05:24: Dann kam eine Zeit, in der ich dann nicht mehr so auf andere Themen spezialisiert habe oder mich dafür interessiert habe.
00:05:32: Ich habe eine systemische Ausbildung gemacht und eine Schlafkutschausbildung.
00:05:37: Und da ist die Homöopathie ein bisschen in den Hintergrund gerückt, auch deswegen, weil ich den Eindruck hatte, die Nachfrage hat wirklich sehr nachgelassen.
00:05:45: Da ging auch ein Herr mit einem Wohnortwechsel, bin dann in den Bodensee gezogen und hatte da so das Gefühl, mich die Nachfrage ist gar nicht so nach Homöopathie so groß.
00:05:53: Da bin ich da wieder, gletscherte das eigentlich so ein bisschen nebenher.
00:06:00: Und mittlerweile bin ich aber wieder ganz voll an Flamme und ganz dabei.
00:06:05: Und neben mehreren Faktoren ist es einfach auch mein Einstieg in das Projekt HOPE, Homopathic Aesthetic Project.
00:06:15: So habe ich den Tom Vogel kennengelernt, ein Arzt aus Österreich, der in Wien, jeder Österreich praktiziert und der sich es schon seit Jahren damit beschäftigt.
00:06:28: Alles, was über Geburtshilfe in der Literatur zu finden ist, in den letzten zweihundert Jahren seien es Bücher, seien es Journale zusammenzutragen und alles an einem Ort zu bündeln.
00:06:40: Und das dann wirklich ganz konzern zu machen, was sind das für Quellen, woher kommt es, das dann auch kritisch zu prüfen, zu ordnen.
00:06:51: Mit dem Ziel, das dann tatsächlich zu publizieren, also zum einen eben wirklich das mal einen Platz zu bringen, damit nicht jeder und jede wieder von vorne anfangen muss, sich alles zusammenzusuchen.
00:07:05: Das glaube ich ist unglaublich wichtig.
00:07:08: Grundsätzlich in der Homöopathie, ich glaube, da ist ein unglaublicher Wust an Informationen, denen es sich wirklich mal zu bündeln lohnen würde.
00:07:16: Dann geht es darum, das zu ordnen.
00:07:20: um es auffindbar zu machen, für Forschung und Lehre anwendbar zu machen, dann so ein Repertorium entstehen bzw.
00:07:27: es ist schon ein Repertorium entstanden.
00:07:29: Es gibt schon ein erstes Buch, was die Ergebnisse veröffentlicht.
00:07:34: Wir sind an der Erweiterung dran und es gibt auch schon ein Computerprogramm, Zusammenarbeit mit Jotrep, wo dieses Repertorium jetzt einfach auch schon zur Verfügung steht.
00:07:50: Und dann soll eine Fallsammlung entstehen.
00:07:52: Und das ist auch was, wo ich jetzt alle Hörerinnen und Hörer bitten würde.
00:07:56: Wenn sie Fälle haben, die dokumentiert sind, im Umfeld Schwangerschaft, Geburtwochenbett, Neugeborene oder Babys, dann würden wir uns sehr, sehr freuen, wenn diese Fälle in diese Fallsammlung, die wir stellen, Eingang finden.
00:08:11: Das wäre sehr wichtig und sehr schön, wenn die wachsen könnte.
00:08:18: Sehr gut.
00:08:19: Also haben wir gleich schon einen super Überblick.
00:08:21: Ich gebe mal an den Anfang zurück, dass wir da so ein bisschen noch nachfragen.
00:08:27: Hast du denn rausgefunden, was die Welt im Inneren zusammenhält?
00:08:32: Es wäre schön, wenn ich jetzt in drei Sätzen das sagen könnte.
00:08:35: Nein, ich würde sagen, es geht immer noch um die Fragen und nicht um die Antworten.
00:08:40: Also ich finde immer wieder Antworten, aber wen wunderts, sie werfen neue Fragen auf.
00:08:45: Ich glaube nicht, dass ich da jemals in diesem Leben ein abschließendes Statement... kommen werde oder ein abschließendes Statement machen kann, sollte es so sein, dass ich dich wissen lasse.
00:08:58: Ja, sehr gut,
00:08:59: dann laden wir mich nochmal ein.
00:09:03: Genau, das war ein bisschen scherzhaft, die Frage natürlich gemeint.
00:09:06: Aber hast du das Gefühl, du hast da ein bisschen dem, wo du ursprünglich mal losgegangen bist, dem bist du ein bisschen näher gekommen, dass du gefühlt hast, ja, ich habe einen schönen Weg gemacht und bin da angekommen oder treibst dich immer noch an?
00:09:23: Beides.
00:09:24: Also ich glaube, ich habe wirklich durch diesen Beruf ganz, ganz tiefe Erfahrungen gemacht.
00:09:31: Ich glaube, das ist manchmal wie so ein Brennglas.
00:09:33: Ich glaube, so alles rund um Schwangerschaft, die Geburt selbst natürlich, auch die Zeit danach.
00:09:38: Das ist manchmal wie so ein Brennglas, das in einem Moment bündelt, was das Leben ausmacht, was Leben bedeutet.
00:09:48: Ja, und alle anderen Dinge, die uns manchmal sonst wichtig erscheinen, erscheinen in diesem Moment sehr banal, denn da geht es wirklich, glaube ich, schon um das Wesentliche.
00:09:57: Und ich glaube als Hebamme, aber tatsächlich auch als Homöopathin, wenn man einfach sehr offene Ohren hat für das, was die Menschen erzählen, hat man sehr viel Schicksalsteil habe.
00:10:11: Also man erlebt sozusagen Schicksale mit.
00:10:14: Das Pendel schlägt in alle Richtungen aus.
00:10:17: Wundervolle Dinge, sehr, sehr traurige Dinge, dramatische Dinge.
00:10:23: Und man hat Anteil an all dem.
00:10:25: Und auch wenn man es nicht selbst erlebt, glaube ich, formt es Menschen, die solche Prozesse begleiten, sehr tief.
00:10:35: Und ich denke, das sind zwei Zugänge.
00:10:36: Zum einen als Hebamme natürlich, zum anderen eben auch als Homio.
00:10:41: Partie betreibende Hebamme, wo einfach der Blick auch noch mal geschafft wird auf viele Dinge im Leben, auf viele Punkte im Leben, auf viele Vorgänge im Leben, die man vielleicht so differenziert, gar nicht betrachtet.
00:10:57: In der Homöopathie und die Art und Weise, wie Anamnese in der Homöopathie betrieben wird, nicht kennt oder nicht im Rücken hat.
00:11:06: Was glaubst du, warum bist du bei dem Thema jetzt mit dem Hope-Projekt?
00:11:09: Sieht man ja, da brennt es ja auch immer noch für diese Zeit im Leben.
00:11:12: So als Humipart wie ich ausgebildet bin, lernen wir erstmal alles.
00:11:16: Und da denke ich oft, ja, man kann dann so von allem ein bisschen... dass so langfristig die richtige Positionierung auch ist.
00:11:23: Heutzutage muss man sich überall spitzpositionieren.
00:11:26: Wenn unser außerhalb der Homöopathie fragt, als was soll ich mich als Therapeut positionieren?
00:11:31: Ja, möglichst spitzmöglich nicht alles machen, möglichst nur ein Thema, wo ich dann ja schnell gelangweilt bin und das eigentlich so schön finde.
00:11:37: Homöopathie ist man auch so vielseitig schaffen kann.
00:11:40: Aber es scheint ja doch so ein dieses Brennglas oder diese Abschnitt im Leben, der hat es dir angetan.
00:11:47: Was glaubst du, wer kommt das?
00:11:49: Also zum einen glaube ich, dass sich in diesem Bereich unglaublich viel spiegelt, dass im Leben dieses einen Menschen schon immer eine Rolle gespielt hat, dass aber da wirklich manchmal sehr fassbar, sehr konkret wird.
00:12:04: Also sich sehr viel in dieser Zeit bald, sodass man auf gewisse Weise doch das ganze Leben wieder im Blick hat.
00:12:12: Das andere ist, dass ich denke, dass es immer noch der Bereich, also Schwangerschaft, Geburt, Wochenbett, kleine Kinder haben, immer noch der Bereich ist, mit dem die meisten Menschen zum ersten Mal Kontakt haben mit Homöopathie.
00:12:27: Also viele Menschen, die sie vorhin nicht dafür interessiert haben, finden das plösterlichen Bereich, mit dem sie sich beschäftigen wollen oder finden, dass man doch jetzt auch mal homöopathische Behandlungen in Anspruch nehmen könnte.
00:12:41: könnte doch helfen, auch wenn man das vorher vielleicht kritisch gesehen hat.
00:12:44: Also ich glaube, das ist immer noch ein Opener, ein Door-Opener für ganz viele Menschen zur Homöopathie hin.
00:12:51: Dann glaube ich, dass es immer noch eine ganz große Zahl von Frauen und Kinder gibt, die im Umfeld mit diesem Lebensbereich, also die eigene Geburt, ist einfach das wichtigste Ereignis in unserem Leben und ein hochgradig prägendes, auch wenn wir uns aktiv nicht daran erinnern.
00:13:10: Gleichzeitig natürlich für jede Frau, die gebärt für jeden Mann, der eine Geburt begleitet.
00:13:15: Ein tief prägendes Ereignis.
00:13:18: Und ich glaube, es gibt noch immer unheimlich viele Menschen, die an Folgen dieses Ereignisses leiden.
00:13:26: Oder da irgendwelche Päckchen mit sich rumtragen.
00:13:29: Das bleibt unsichtbar, das ist nicht erfasst.
00:13:32: Im Wesentlichen schauen wir, gibt es schwere Krankheiten, überleben alle.
00:13:36: Alles, was sonst als Folgen auch einer Geburt, seien es sehr positive, seien es aber auch negative Folgen, einfach bestehen.
00:13:45: Das kennen vielleicht Homöopathien unserer Praxis, dass sie einfach merken, wenn es die Geburt oder was im Umfeld da passiert ist, spielt eine Rolle jetzt für die Behandlung jetzt und hier, weil da ganz viel noch nicht im Reinen ist.
00:14:03: Das ist das eine.
00:14:04: dass ich denke, dass es ein Riesenfeld auch für Nicht-Hebam, Nicht-Gynäkologinnen, sondern für alle Homöopathen, denke in der Vorbereitung, in der Schwangerschaft, die Begleitung, ein unglaublich wertvolles Werkzeug, um die Geburt gut vorzubereiten.
00:14:25: Und dazu muss man nicht unbedingt Hebamme sein.
00:14:28: Da kann man einfach als Homöopathin und Homöopath, glaube ich, ganz viele schöne Weichen stellen.
00:14:36: Und dann einfach, was uns auch ganz wichtig ist bei dem Projekt, dass wir da ganz stark über diesen Tellerrand rausblicken wollen, Deutschland, Österreich, Schweiz, also deutschsprachige Länder, sondern wirklich über Europa und in die Welt.
00:14:52: Laut WHO sterben immer noch zweihundertsechzigtausend Frauen weltweit herrlich an der Geburt bis zu zwei Millionen Kinder.
00:14:59: Ja, überleben die Geburt oder sterben innerhalb des ersten Lebensjahres.
00:15:05: Und wahrscheinlich ist das nur eine ganz grobe Schätzung.
00:15:08: Ich denke, es sind mehr.
00:15:09: Und es geht ja nicht nur um Leben und Tod.
00:15:11: Es geht auch um Krankheit, um Gesundheit, seelisch und geistlich und körperlich.
00:15:16: Und ich glaube, das ist eines der allergrößten Gesundheitsprobleme rund um die Welt.
00:15:20: Das Frauen rund um die Geburt einfach vieles erleiden.
00:15:26: wenn sie keinen Zugang zu Hebammenhilfe haben.
00:15:31: Oder zu einer guten Betreuung.
00:15:32: Und das ist weltweit immer noch der Fall.
00:15:34: Oder wenn sie Hebammenhilfe haben, aber diese Hebamme in den Anden irgendwo bei einer Hausgeburt ist.
00:15:41: Und eben viele Möglichkeiten gar nicht hat.
00:15:44: Und das Ziel dieses Projektes ist auch, das in drei Sprachen mindestens vielleicht vier zu übersetzen.
00:15:49: Also im Moment Deutsch und Englisch machen wir parallel, spanisch, ist dringend geplant.
00:15:55: werden sehen.
00:15:58: Und das Ziel ist tatsächlich, dass wir dieses Wissen komprimieren, dass das zugänglich sein soll über eine App, das Repertorium und auch das Wesentliche, was wir über die Materiamedika in Erfahrung bringen und dass das unser Ziel kostenlos auf der ganzen Welt runtergeladen werden kann in der Sprache, die verstanden.
00:16:20: Das ist auch der Grund, warum wir Sponsoren suchen.
00:16:24: Wir wollen das nicht über den Verkauf letztendlich finanzieren, sondern wir möchten das gerne wirklich kostenlos zur Verfügung stellen, suchen Sponsoren, haben die Ersten auch schon gefunden.
00:16:36: Also der größte Romyopathisch-Herzen-Einmittelhersteller in Deutschland hat uns da schon sehr gut und sehr großzügig unterstützt, auch indem wir die Bibliothek bei der DHO benutzen können und da unsere Recherchen... fortführen können.
00:16:50: Und wir sind auf der Suche einfach nach Sponsoren.
00:16:52: Die sagt, das ist ein Projekt, das möchte ich unterstützen.
00:16:55: Also auch falls jetzt bei den Hörern oder Hörerinnen irgendjemandem Licht aufgeht und sagt, Mensch, ich kenne da jemand, der würde das Projekt gerne unterstützen.
00:17:02: Ja, der hat die finanziellen Möglichkeiten.
00:17:05: Freuen wir uns über Hinweise, dann werden wir uns bewerben.
00:17:09: Ja.
00:17:10: Daran.
00:17:10: Dafür.
00:17:11: Sehr schön.
00:17:12: Ja.
00:17:14: Also ich finde aber schon einiges gehört.
00:17:16: Ich glaube, diese ganzen Todesfälle rund um Schwangerschaft und Geburt, die sind natürlich hier in unserem Umfeld äußerst selten.
00:17:23: Also ich glaube, ich habe in den zwanzig Jahren, die ja zu mir partitiert, ich bin nur doch recht großen Praxis-Range auch, dadurch, dass ich noch eine Supervision ergebe mit Thoratskuppo.
00:17:34: Und ich weiß, was ich alles habe.
00:17:35: Ich habe noch nie davon gehört.
00:17:36: Also muss man auch sagen.
00:17:39: Das jetzt gerade die Mutter gestorben ist, meine ich.
00:17:42: Natürlich Aborte, Fehlgeboten, Abtreibungen oder auch Kinder, die unter oder nach Geburt sterben, das dann schon eher, dass man da was macht.
00:17:52: Und da ist natürlich oft das Problem, dass wir Homöopathen auch gar nicht in den Gedanken kommen.
00:17:56: Also das ist ja auch ein Grund, warum wir heute so eine Podcastfolge machen, damit man eben auch weiß, okay, ist es nicht nur Homöopathie, so ein bisschen hinterher, wenn man irgendwie beim Stillen irgendwas nicht läuft oder wenn zu wenig Milch ist oder so, sondern das ist wirklich auch etwas, wo untergeburt in der Geburtshilfe wirklich sehr hilfreich ist.
00:18:17: Und insofern finde ich das ein wichtiges Projekt, weil Du hast ja gesagt, eineseits prägt es den Menschen, den das betrifft.
00:18:24: Also wenn er dann überlebt, ist das eine sehr prägende Zeit, wenn da irgendwas schiefläuft, dass das eben versteckt immer mitgeht.
00:18:31: Da haben wir in einem anderen Podcast vor ganz kurz im Auftrag gesprochen mit der Nali Neunschwan und dem Claudio Rupp.
00:18:35: Wer da nochmal reinhören will, haben wir viel über das auch gesprochen.
00:18:38: Wieso die Auswirkungen sind, wie sie sich später im Leben dann zeigen.
00:18:42: Der andere Aspekt ist natürlich auch systemisch.
00:18:44: Also wenn dann schon, ich habe Betreu ein, zwei.
00:18:49: Patienten, wo ein Geschwisterkind relativ früh gestorben ist.
00:18:52: Und die prägt ja auch.
00:18:54: Also auch die überlebenden, solche Unglücke im systemischen Familienumfeld werden ja mit von dem geprägt und die tragen genauso diese Päckchen unter Umständen, Leben lang mit sich herum.
00:19:04: Also je weniger tragische Schicksalsschläge da lebt werden, umso gesünder ist dann auch das gesamte Umfeld natürlich.
00:19:14: Also deshalb ist das absolut wichtig.
00:19:19: Ich frage mich manchmal, da würde ich gerne mit dir ein bisschen philosophieren, also ganz an die alte Studium appellieren.
00:19:27: Wenn man so ein bisschen weiter zurück schaut, dann ist ja das aber etwas sehr menschliches, etwas sehr natürliches, etwas, wo man hört, rückwirkend, dass man sozusagen sagt, ja, die hatten dann vierzehn Kinder, aber locker sind davon sowieso die Hälfte gestorben.
00:19:41: Und er hat der ersten, ich weiß nicht, zehn, zwölf, sechs Jahre irgendwie so.
00:19:44: die Kindsterblichkeit war ja massiv viel höher als heute.
00:19:49: Glaubst du, wir sind da auf einer Art und Weise dadurch, dass es so selten passiert, ich sag mir jetzt ganz provokativ, ein bisschen verweichlicht auch, dass wir eben, sage ich mal, in der Regel hundert Prozent Kinder durchbringen und mit achtzig Prozent nicht mehr zufrieden sind?
00:20:02: Oder waren die Leute früher denn zum Beispiel so traumatisiert, dass jetzt okay, das hat das fünfte Kind auch noch gestorben?
00:20:10: Ich habe gar keine Tränen mehr, dass die alle so schwer traumatisiert waren.
00:20:14: oder war man da auch ein bisschen mehr noch mit der Natur verbunden, wo man es vielleicht dann bei den Tieren ja auch noch mehr gesehen hat und hier noch mehr gesehen hat und überhaupt mit tot viel mehr konfrontiert war, weil die Leute auch gar nicht so alt geworden sind.
00:20:25: Also, glaubst du, das ist ein Zeitphänomen oder das war schon immer so schwer traumatisierend?
00:20:33: Gute Frage und ich glaube nicht, dass es eine eindeutige Antwort gibt.
00:20:37: Also vielleicht zwei Teile.
00:20:39: Zum einen würde ich gerne noch mal darauf zurückkommen, was du gesagt hast, wir sind nicht mehr viel mit Todesfällen konfrontiert.
00:20:45: Das ist so.
00:20:47: Ich glaube, dass sich da das sehr unterscheidet, dass vielleicht in anderen Ländern möglicherweise schwere Blutungen oder sowas, wo man keine Möglichkeit hat, die zu stillen, weil es keinerlei medizinische Versorgung gibt, zu Todesfällen führen.
00:21:01: Bei uns in Europa, als ich weiß, in den deutschsprachigen Ländern, ich weiß nicht, ob es Europa dabei zu ist, müsste ich nachschauen.
00:21:07: ist die häufigste Todesursache rund um Schwangerschaft und Geburt tatsächlich der Suizid.
00:21:16: Dass Frauen einfach sich so überfordert fühlen mit der Situation, in der sie sich befinden mit diesem Kind, einfach nur noch diesen Ausweg sehen.
00:21:30: Und die Rate auch an Wochenbettdepressionen steigt.
00:21:36: So, jetzt ist genau das die Frage, was du gerade angerissen hast.
00:21:42: Sind wir einfach alle so verweichlicht oder ist es tatsächlich irgendwas viel schwieriger geworden?
00:21:52: Und ich denke, beides stimmt.
00:21:53: Ich würde jetzt nicht den Begriff verweichlicht nehmen.
00:21:55: Nein, der war ja auch provokativ.
00:21:57: Ich weiß, der war provokativ, das ist ja schon klar.
00:22:00: Den würde ich jetzt vielleicht nicht nehmen, aber ich glaube, wir können Mitte zwanzig dreißig werden, ohne heutzutage, ohne mit wirklich schwerwiegenden Problemen konfrontiert worden zu sein.
00:22:17: Und ich glaube, dass das wahrscheinlich vor zwei, drei, fünfhundert Jahren, tausend Jahren möglicherweise so nicht war, sondern dass man sehr viel früher mit existenziellen Problemen in Berührung kam.
00:22:29: dass es da vielleicht schon so ein bisschen so Probefelder gab, wo man sich ausprobieren konnte, wo man schauen konnte, wie geht Bewältigung von Krisen?
00:22:38: Hat sich das vielleicht auch abgeschaut.
00:22:42: Das ist das eine.
00:22:42: Das andere ist, wenn ich da jetzt ein bisschen ausholen kann, glaube ich, dass wir Vorstellungen haben von Elternschaft, insbesondere von Mutterschaft, die, glaube ich, eine echte Realität ... Check nicht standhalten.
00:22:59: Also zum einen glaube ich und das fällt mir sehr stark auf, wenn ich so die alte Materia Medica jetzt durchforste, dass es da einfach auch ein Frauenbild gibt.
00:23:09: Und zwar ein Frauenbild, das von Männern in den letzten zweihundert Jahren vor ihrem Hintergrund, vor ihrem kulturellen Hintergrund und vor dem Blick der Männer auf Frauen entstanden ist.
00:23:27: Das ist eine ziemlich intensive, wie soll ich sagen, ein sehr, sehr zornierenden Blick ab.
00:23:35: Auf die Frauen, zwar irgendwie vielleicht auch faszinierend, das Wesen mal zu verstehen.
00:23:39: Und wir haben extrem viele Symptome zum Thema Mennarche, Minstration, Schwangenschaft, Sexualität von Frauen, was dann auch sehr bewertend ist zum Teil, wo dann so Begriffe fallen wie Nymphomanie oder Frigidität oder wohllöstig oder was auch immer.
00:24:00: Und eben auch zur Mutterschaft.
00:24:02: Also es war ein ganz klares Bild, wie die natürliche Mutterschaft auszusehen hat in ihrer grenzenlosen Aufopferung für ihre Kinder.
00:24:11: Und eine Abweichung davon wurde auch schnell pathologisiert.
00:24:15: Also ich glaube, das ist ein ganz, ganz wichtiger Auftrag auch für uns heute, also für Homöopathen, oder wenn wir Materiamedika betrachten und sie, ich sage jetzt mal, als Antonsistie Jahrhundert bringen, dass wir uns bewusst werden, dass auch in diesen Mittelbildern, wie wir sie nennen, und gerade in den Frauenbildern, ganz viel kultortiert ist, noch immer.
00:24:37: Und meines Wissens stehen diesen reichhaltigen Frauenbildern.
00:24:42: keine Männerbilder in dieser Form gegenüber.
00:24:48: Man hört vielleicht, man hat ja der Nux-Vomica, der Lycopodium, man aber echt das benutzt man nicht.
00:24:52: Aber ständig führt man die Phosphorfrau, die Pulsartilla, die Sepiafrau im Munde.
00:24:58: Und ich glaube, dass das noch ein Erbe ist.
00:24:59: Ein Erbe dieser Betrachtungsweise, dieses Blick ist auch Frauen.
00:25:06: Und dass es ganz wichtig ist, dass wir uns dessen bewusst werden.
00:25:09: Und dass es sehr einlädt dazu, dass wir Krankheitsbilder verwechseln mit Persönlichkeitsbildern.
00:25:18: Und das wir uns hüten sollten davor.
00:25:20: Also auch diese Tendenz gibt es hier in der Homöopathie.
00:25:24: So wichtig Geistes- und Gemütssymptome sind.
00:25:27: Gibt es ja auch diese... Tendenz irgendwann mal zu entscheiden, das ist jetzt eine Fussfuhrfrau.
00:25:34: Und dann gibt es diesen Confirmation-Bias.
00:25:37: Und dann sehe ich die Symptome besonders,
00:25:40: die
00:25:40: diese These stützen und die anderen nehme ich vielleicht gar nicht so wahr.
00:25:45: Also ich glaube, das ist ein ganz großes Problem, dass wir da uns davon lösen, dass wir nicht Persönlichkeiten in dem Sinne beschreiben und möglicherweise pathologisieren, sondern wir wollen das Bild der Krankheit erkennen.
00:26:02: Und das ist natürlich immer wieder, auch Muster gibt bei jedem Menschen in bestimmten Arten und Weisen zu dekompensieren, zu erkranken, Symptome zu zeigen und ist unbestritten.
00:26:12: Da sollten wir vorsichtig sein.
00:26:14: Und das gerade wir als Frauen, das habe ich bei Hebamme eben auch sehr oft erlebt, dass gerade wir Frauen denn diese Schubladen, die vor zweieinhalb Jahren von Männern gezimmert wurden, unkritisch weiter tradieren.
00:26:28: Und dann höre ich es so selbst wie, ah, ich habe da so eine Pulsatilla-Frau.
00:26:35: Dass wir das praktisch machen wie Standzeichen oder Enneagrammtyp oder so.
00:26:39: Und dann wissen wir es.
00:26:41: Das, glaube ich, ist eine Gefahr.
00:26:46: Ja.
00:26:47: Also sehr interessant, dass es etwas, wo man ja immer wieder mitkonfrontiert wird, wenn man eigentlich nach bestimmten Leuten schafft, die sehr mit diese Bildermethode arbeiten, also bestimmte, ebenso wie, ja, Pulsatiller ist immer mollig, blond und so weiter.
00:27:04: wenn man sich da sehr fixiert.
00:27:06: Ich glaube, das ist etwas, was ich auch sehr beobachtet habe, dass man dann in die Tendenz verfällt, auch auf diese Symptome, die dann zum Beispiel zum Charakter gehören zu verschreiben anstatt auf die pathologischen Symptome.
00:27:19: Findet man, schützt sich davor sehr gut, wenn man fragt, was hat sich seitdem Problem verändert?
00:27:24: Also wenn man jetzt gerade akut hineingeht, welche Gemütsymptome kommen besonders nach einer Sache, sei die Katze gestorben ist, was sind dafür neue Gemütsymptome für Reaktionen aufgetreten, dann ist man schon mal ein bisschen näher dran und behandelt nicht den Mensch dahinter, also den Charakter, sondern tatsächlich da, wo er von seiner Mitte weggefallen ist.
00:27:44: Die Schwierigkeit ist ja dann, wenn man das so differenziert sieht, wie wir das heute aufgegleist haben, wenn ich sozusagen wie ein Zwiebel Problem habe.
00:27:51: Also wenn ich ein Geburtstraum habe, darüber eine gewisse Persönlichkeit entwickelt habe, die dann unter Umständen noch eine akute Situation erlebt und dann wieder aus dem Rausfeld in einem neuen Zustand, dann ist ja immer die Frage ja, ich habe ja diese Urpatologie, da habe ich zum Beispiel in einer Weiterbildung gehört, ist es immer wichtig, ignoriere das Akute, ignoriere eigentlich die letzten zwanzig Jahre des Lebens, wenn der in ein schweres Traum an der Schwangerschaft ist, dann gehst du immer auf das.
00:28:18: Waren also immer das?
00:28:19: Während andere sagen, nein, immer den aktuellen Zustand vom Ähnlichkeitsgesetz hier abdecken, weil es wirkt nicht.
00:28:24: Also wir haben ja sozusagen beide Extreme in der Homöopathie vertreten und alle Graustufen dazwischen.
00:28:30: Aber ich denke, wenn, also wie ich in der Praxis mache und da interessiert mich jetzt auch deine Meinung natürlich, ich schaue immer, dass ich den Patienten auch immer wieder frage, um eben meine eigene Meinung auch rauszunehmen, was stört sie denn überhaupt?
00:28:44: Also wo ist denn überhaupt ihr Problem?
00:28:46: Und wenn der Patient sagt, mein Hauptproblem sind Kopfschmerzen, dann kommt man auch weniger in den, in den Sog davon.
00:28:54: Jetzt, ja, ich bin so extrovertiert und ich bin so gern auf Party und ich bin hab'n hohe Libido und ich hab', ich weiß nicht was, ne?
00:29:01: Dann kommt man weniger in die Versuchung, das als Verschreibungsgrundlage zu nehmen.
00:29:05: Während wenn die Frau kommt und sagt, ich hab'n Mühe mit meinen Sexualität.
00:29:08: Plötzlich wären ja diese Symptome dann auch wieder relevant.
00:29:11: Und dann muss ich natürlich nicht gucken, ob Fussfolge jetzt ohne die Kopfschmerzsymptome abdeckt, wenn ihr Hauptproblem was anders ist.
00:29:17: Und vor allen Dingen, das kennen jetzt die Zuhörer, da will ich die gar nicht mit langweilen, die Höhen ja dann unter Umständen, mich schon so lange, mir ist dann auch mal äußerst entscheidend, dass ich dann frage, warum und wieso.
00:29:26: Also, seit wann hängt die Probleme mit ihren Sexualität und was ist da passiert?
00:29:29: Und ich finde, wenn man den Fall nachher von diese Ursache her aufdröselt, ohne dass man das dann zu hoch bewertet und nur zwei Mittel kennt für Feuerwehr und Katze gestorben, aber dass man ein bisschen versteht, okay, die Persönlichkeit ist da, entgleist.
00:29:43: über diese Sache.
00:29:44: Ich bin jetzt schwanger.
00:29:45: Jetzt habe ich Suizidgedanken.
00:29:48: Dann ist ja dieser Komplex als Krankheit aus meiner Sicht das Zentrale.
00:29:52: Oder wie siehst du das?
00:29:54: Ja, also ich glaube, dass auch in dem, was du gerade sagst, also dem kann ich sehr zustimmen.
00:29:59: Und ich glaube, dass sich darin Zyklen abbilden.
00:30:01: Ich glaube, dass wir unser Leben zyklisch leben und dass es immer wieder Phasen gibt in unserem Leben, wo bestimmte Aspekte, bestimmte Muster.
00:30:12: Vielleicht auch bestimmte Erfahrungen, die wir gemacht haben.
00:30:14: Traumat hat die, die wir gemacht haben, aktiv werden.
00:30:17: Und dass ich auch glaube, dass es einfach gute Zeitpunkte gibt für homöopathische Arzneien.
00:30:26: Ja, sehr interessant.
00:30:27: Das hat Dr.
00:30:27: Jus, unser Lehrer, immer gesagt, er hat ja lange, ich weiß nicht, wie lange, muss ich irgendwann mal, mal sauber nacharbeiten, wie lange er dann überhaupt auf dem gearbeitet hat.
00:30:36: Aber er hat wohl relativ lange eben auch auf einer Geburtsstation im großen homöopathischen Spital in Die, die glaube ich krische arbeitet.
00:30:45: Und das wäre auch immer etwas, was mich sehr fasziniert hat, weil er ja viel praktischer Erfahrung auch mitgebracht hat von dort.
00:30:53: Wirklich die Arbeit dann unter Geburt und im Wochenbett wirklich ja im Spital begleitet hat und auch einige Geschichten immer wieder erzählt hat.
00:31:01: Aber er hat auch mal gesagt, die Schwangerschaft ist eine der besten Phasen im Leben der Frau, um diese alten Themen auf und auf zu arbeiten, weil sie im Hoch kommen.
00:31:09: Genau, bei Hahnemann kann man es schon im Organe nachlesen und ich glaube, es ist sehr wahr.
00:31:16: Es ist sehr wahr und das spielt, wenn man überhaupt trennen will, auf einer physischen Ebene eine Rolle, dass irgendwelche alten Verletzungen wieder aktiv werden, die man bisher gut kompensieren konnte, jetzt aber nicht mehr kompensieren kann aufgrund der ganzen Veränderungen, auch körperlichen Veränderungen und eben ganz klar auf dem geistig-selischen.
00:31:38: auf der geistigselischen Ebene, dass die wieder akut werden und da auch wirklich in systemischer Sicht, die du ja auch schon angesprochen hast, dass plötzlich glaube ich auch bisher ganz gut weg kompensierte Konflikte in Familien oder vielleicht bisher nicht wahrgenommen Konflikte in der Familie sich plötzlich aktivieren.
00:32:04: Und ich glaube, dass man sehr viele Vorgänge in der Schwangerschaft oder rund um das Gebärern unter diesem Blickwinkel fast nur verstehen kann.
00:32:17: Weil wir da so mitspingen in einem größeren System.
00:32:21: Genau, wenn wir uns dann, ja, dieser transgenerationalen Traum hat dann noch bewusster werden, dann sind das eben auch nicht nur immer unsere persönlichen Probleme, was ja noch mehr einen Aspekt wieder auf das wird, was wir vorher besprochen haben.
00:32:34: Also, wie sehr kann ich auf den Charakter tatsächlich als Behandlungsthema eingehen?
00:32:39: Ja, genau.
00:32:40: Und ich glaube, was du gerade sagst, das würde ich auch gerne aufgreifen.
00:32:43: Es ist nicht nur unser persönliches Thema und ich glaube, das ist auch ganz wichtig, dass wir das in den Blick nehmen.
00:32:50: Da komme ich jetzt wieder nochmal zurück auf deine Frage.
00:32:57: Was ist heute eigentlich anders?
00:32:58: Früher sind vielleicht fünf Kinder gestorben und heute haben wir trotzdem viele Probleme.
00:33:05: Ich glaube, dass wir einfach ein kulturelles Umfeld haben.
00:33:11: sehr in vielen Punkten es Frauen sehr schwer macht, Mutter zu werden und Mutter zu sein.
00:33:19: Und dass ganz viele Frauen das als ihr persönliches Problem betrachten.
00:33:24: Ich kann so, wie ich gerade hier Mutter bin, irgendwie finde ich da gar nicht zu Freude, es belastet mich extrem.
00:33:32: oder auch in der Schwangerschaft mit vielen Ängsten angesichts der unglaublich vielen Screening-Methoden, die angeboten werden, um alle möglichen Risiken auszuschließen.
00:33:44: Und das ganz häufig auch als sowohl von den Frauen selbst, als vielleicht auch manchmal von der Position der Hebamme, der Gynäkologin, das... der Begleitenden, vielleicht auch der Begleitenden um ihr Partner, als individuelles Problem betrachtet wird.
00:34:02: Und ich glaube, wenn man das mal so evolutionsbiologisch anschaut, ist die Art und Weise, wie wir heute Familie sind, unglaublich schwierig.
00:34:12: Das entspricht uns nicht.
00:34:13: Wir haben das dreihunderttausend Jahre als Homo sapiens und in allen Vorstufen über hunderttausendem von Jahren anders gehandhabt.
00:34:25: Wir sind cooperative breeders.
00:34:28: Das macht uns aus als Menschen und unterscheidet uns tatsächlich von allen anderen Primaten.
00:34:35: Ich glaube, die Krallen haben ja ausgenommen, die machen das auch so, sind auch Corporative Preders.
00:34:40: Aber alle anderen Primaten sind das eben nicht, sondern da ist nur die Mutter zuständig für das Kind, stirbt die Mutter, stirbt das Kind.
00:34:47: Da gibt es auch keinen Caring und Sharing, dass man den Futter teilt, ja, mit der Mutter.
00:34:54: Oder es kümmern sich auch nicht andere Teil oder Mitglieder des Verbandes, ja, um die beiden, ja.
00:35:04: Und das macht uns als Menschen aus, das macht uns als Menschen aus, dass wir unsere Kinder gemeinsam im Klaren erziehen, dass das eigentlich nie so gedacht war oder evolutionsbiologisch auch nicht so geübt ist, dass eine Mutter mit einem Kind, vierundzwanzig Stunden alleine ist, vielleicht noch mit dem Partner, der dann abends sehr schöpft von der Arbeit heimkommt, aber den Abend noch irgendwie übernimmt.
00:35:27: Und das ist an sich eine absolute Überforderungssituation.
00:35:35: Ich finde es sehr schön, dass du es einmal ansprichst.
00:35:37: Ich würde sagen, wenn ich bemühe mich, immer den Patienten etwas mitzugeben, manchmal auch vielleicht ein bisschen gegen sein will.
00:35:45: Das weiß ich, dass manchmal auch so ein bisschen dann... Übergriffe ich, aber ich habe immer das Gefühl, einfach nur globally mitzugeben und derjenige hat, wie keine Einladung bekommen, vielleicht auch noch bei sich hinzuschauen oder irgendwas noch mitzuverstehen.
00:36:03: Gebe ich eigentlich fast jedem Patienten eine Beratung mit und ich würde sagen, die häufigste Beratung, die ich in den letzten zwei Jahren gemacht habe, war das, was du jetzt gerade gesagt hast.
00:36:11: Aus den Müttern mitzugeben, dass Also aus verschiedenen Gründen, die Dinge, die sie persönlich nehmen und Gefühle haben, ich bin schuld, ich bin zu wenig verantwortlich.
00:36:22: Warum genieße ich es nicht mit meinem Kind?
00:36:24: Ich habe doch jetzt Zeit, jetzt kommt es bei den Kindergarten, ich kann es nicht blar.
00:36:27: Also die endlose Ratten-Schwanz, der damit einhergeht und der so viele neue Probleme aufmacht.
00:36:32: Also die Freetraumatisierung der Kinder durch eine überforderte Mutter, die sie sich dann wieder zu Herzen nehmen.
00:36:39: Auf der anderen Seite, dann frage ich mir aber, wie war es denn mit ihrer Mutter?
00:36:42: Und dann merkt sie, okay, da gibt es sogar transgenerationale Themen.
00:36:44: Denn die Beziehungsprobleme, die damit einhergehen, wenn es dann auf den Mann projiziert wird oder der Mann auf die Frau projiziert oder ich weiß nicht was.
00:36:51: Also so viele Probleme, die miteinander hängen, dass sie aus meiner Sicht eben kulturell oder fehlender, artgerechter Haltung des Menschen, so entstaunen.
00:37:03: Das ist wirklich wurschön, dass du das nochmal so zusammengefasst hast.
00:37:08: Und deshalb mache ich es auch manchmal ein bisschen ungefragt, weil ich jedes Mal merke, dass die Frau hinterher aufatmet und ein bisschen leichter heim geht, weil sie versteht, biologisch.
00:37:17: Ich sagte immer, würden Sie denn, wenn Sie jetzt eine eine Kuh hätten würden sie die dann auch alleine mit drei Kälbern halten irgendwo im Wald ohne Zaun?
00:37:28: und wenn die dann irgendwie schräg drauf ist würden sie dann der Kuh die Schuld geben.
00:37:32: dann würden sie auch sagen ja und dann kommen wir noch andere Aspekte hinzu.
00:37:35: aber das das hilft so zu verstehen dass wir nicht mehr in dem wie du es schön gesagt hast leben wie wir mal uns entwickelt haben.
00:37:45: und diese Paargenerationen, die wir jetzt so frei sind, die reichen halt nicht aus für eine evolutionäre Anpassung an ein Tigerleben.
00:37:55: Ja, genau.
00:37:56: Und gerade bei Frauen, die geboren haben, führt das zu so einer Selbstkasteilung.
00:38:01: Ich war es nicht gut genug.
00:38:03: Und dazu kommen natürlich unglaublich hohe Ansprüche, die auch durch die Medien, die sozialen Medien wirklich ins- und endlich getrieben werden.
00:38:14: Was man nicht versäume darf, was man unbedingt machen muss, was keinesfalls übersehen werden darf.
00:38:20: Ja, und die Ratgeber sind endlos.
00:38:22: Also wir haben das ja auch gemacht.
00:38:24: Ich wusste ja schon relativ viel aus der Homöopathie heraus, aber ich hab trotzdem gedacht, komm, ich weiß gar nicht mehr, wie die alle heißen da, diese fetten Bücher für, ich werd jetzt mal Papa und weiß ich nicht alles jetzt.
00:38:35: Und die sind ja endlos.
00:38:37: Und schon so nach zwanzig seit meinem Gefühl, oh Gott, das wär ... Ja, genau.
00:38:41: Was hab ich mir da eingebrockt, ne?
00:38:43: Also ...
00:38:44: Genau.
00:38:46: Ja, und ich glaube, was auch wichtig ist, um den Einhinweis von dir noch mal aufzugreifen, dass man mit einem gewissen Respekt auch an die Symptome hingeht, Menschen haben.
00:39:04: Also ich glaube, Symptome haben auch ihren Sinn.
00:39:12: Ich sage es mal ganz grob, sind im Prinzip der Versuch die Probleme, die da gerade sind, auf die für den Menschen, für den Körper noch am wenigsten schädlichste Art zum Ausdruck zu bringen oder zu kompensieren.
00:39:29: Also, dass Symptome eine Funktion haben und einen Sinn, dass sie, wenn ich es jetzt mal ganz überspitze, überspitze sage, solange sie bestehen, vielleicht auch davor schützen, dass es weitere oder tiefer reichende Probleme gibt, solange man es auf dieser Ebene noch irgendwie ausdrücken kann, das Ganze.
00:39:51: Und ich glaube auch zu verstehen, was für eine Funktion hat dieses Symptom, kann man sich sehr hilfreich sagen, nicht nur vielleicht für eine Mittelverschreibung, sondern auch um, wie du gesagt hast, den Menschen nicht nur die Globuli mitzugeben, sondern auch vielleicht noch einen neuen Blick.
00:40:07: auf das Symptom.
00:40:09: Und es gibt ja diesen überspritzten Spruch.
00:40:13: Wenn das die Lösung ist, dann will ich meinen Symptom zurück.
00:40:17: Das hat ja immer folgen.
00:40:18: Den kannte ich noch nicht.
00:40:20: Das finde ich gut.
00:40:24: Und das hat ja auch immer folgen, wenn das Symptom weggeht.
00:40:29: Und zu schauen, welche Folgen sind das?
00:40:31: Und sind die erwünscht?
00:40:32: Oder ist das in jeder Hinsicht eine gute Entwicklung?
00:40:40: Genau, das ist ja sozusagen die andere Seite, weswegen ja Gemüts- und Geistsymptome oder auch Allgemeinsymptome oder Auslöser, warum die eben eine Rolle spielen, weil wenn wir dann als Homeopathen zu sehr auf das lokale Symptome einsteigen, plötzlich, also ohne das jetzt abwerten zu meinen, aber plötzlich so eine Art Schwimmmediziner geworden sind, der jetzt einfach Warzen behandelt und den ganzen Menschen nicht mehr betrachtet, dann mache ich ja im Prinzip A, keine Homeopathie mehr und B kommt dann eventuell genau das Zutage, was du gerade gesagt hast, dass man eben mit Partie eben auch eine Entwicklung anregen kann, die jetzt nicht nur emotional vielleicht für den Patienten eine Zumutung ist, nicht zum richtigen Zeitpunkt kommt oder das Symptom in seiner Wertigkeit gar nicht verstanden worden ist, sondern es gibt ja dann auch noch Prinzipien wie Unterdrückungen und so weiter, geben jetzt nicht alles drauf ein, aber wo es auch wirklich ungute Entwicklungen darüber gibt, wenn ich den Patienten einfach nur seine Symptome nehme, wobei man da unterscheiden muss, wenn wir jetzt schon pingelig sind, ist natürlich untergeburt.
00:41:39: Wenn ich dann zum Beispiel ein Mittel einsetze, wo Schmerzen lindert, wo den Geburtsprozess vorangeht, wo ich ja dann nicht die ganze Kindheit und persönliche Schwangerschaft unter Geburt jetzt mal aufrollen, das habe ich im günstigsten Fall vorher gemacht.
00:41:51: So, wenn ich auf jetzt keine Zeit habe, so, ich komme einfach zu einer Geburt dazu, dann ist das natürlich uninteressant.
00:41:56: Dann bringe ich erst mal die Mutter und das Kind auf diese Welt unabhängig davon.
00:42:00: Also das meine ich jetzt in dem größeren Kontext, zum Beispiel chronischen Krankheiten, wenn man dann einfach Symptome wegmacht, ohne überhaupt Verstand zu haben, wofür sie sind.
00:42:07: Sie da?
00:42:08: Ja, genau.
00:42:10: Also die Differenzierung ist, glaube ich, sehr wichtig, dass ich einfach unter der Geburt eine ganz hochakute Situation habe und einfach auf die Symptome verschreibe, die jetzt für mich sichtbar sind.
00:42:20: Und das war ja eine super Überleitung, weil da wollte ich Ihnen noch mal hin.
00:42:23: Deswegen ist es eben auch für Hebammen nicht nötig, was du ja auch so ein bisschen gehört hast, eben eine fünfjährige Ausbildung mit Modul M. Sieben, zwei Jahre Mentorat und dann noch eine höhere Fachprüfung zu machen in der Schweiz und sieben Jahre studiert zu haben.
00:42:36: Weil wenn ich mich wirklich als Hebamme spezialisiere, dann darf ich eben die Grundlagen von noch mehr Partikel kennenlernen, dass ich weiß, was ich da genau mache, dass ich auch verstehe, wo es sich dann unterscheidet und wann es vielleicht auch anwendbar ist und wann nicht, wann kann ich, wann kann ich nicht.
00:42:52: Aber unter Geburt ist es eben dann auch wirklich eine praktische Disziplin, wo es auch einen überschaubaren Pool zumindest bisher.
00:43:00: Mal gucken, ob du mit deinem Hubprojekt das erweitern wirst.
00:43:04: Aber aus meiner Sicht auch ein überschaubarer Anzahl als Nein gibt, wo man eben dann auch wirklich nicht die gesamte Mathematik auswendig kennen muss oder ein riesiges Komplitrepertor im Anerseite braucht, wo dann jedes Mal hundert Mittel drin stehen.
00:43:17: So, dann würde ich ein praktisches Buch praktischer Anleitungen, praktisches Repatorium genügt, um dann die Arzneinem auch zu finden.
00:43:25: Nämlich mal an.
00:43:27: Also ich denke, dass das wirklich für diese Situation unter der Geburt in sehr weiten Teilen so zutrifft, dass man das einfach als akut, akute Krankheit, akute Erkrankung als Akutsituation begreift.
00:43:40: Und ich glaube, da kann man auch tatsächlich unheimlich viel reißen.
00:43:44: Also kann man wirklich sehr, sehr viel bewirken.
00:43:46: Ja, wenn ich den momentanen Zustand gut abbilde, für mich ganz klar wahrnehme und dann die homöopathische Arzne entsprechend diese Symptomatik wähle, kann ich unheimlich viel erreichen unter der Geburt.
00:43:58: Also da bin ich sehr sicher, dass das so ist.
00:44:01: Ich glaube, in dem Moment, wo man sich mit der Schwangerschaft beschäftigt oder auch mit dem ersten Lebensjahr des Kindes oder auch mit dem Auf- und Ab- vielleicht, also der der psychischen Befindlichkeit oder allein des Stillens, ja, da gehen oft schon aus meiner Erfahrung dann andere Felder auf.
00:44:24: Ja, da die Probleme, die sich da zeigen, die basieren doch immer wieder auf, ich sage es mal, dem chronischen Grund.
00:44:36: Ja, und wenn ich da dann nur auf die aktuelle Symptomatik hinverschreibe, habe ich Das ist jedenfalls meine Erfahrung, oft nicht besonders großen Erfolg oder kein langen Erhaltenden.
00:44:48: Sondern ich habe einfach erste Besserung, aber ich merke, es kommt wieder.
00:44:52: Und ich kann dann die Potenz wechseln oder die, also überhaupt die Dosierung vielleicht mal verändern und schauen, liegt daran.
00:45:00: Aber ich habe keinen dauerhaften Erfolg.
00:45:02: Und da ist dann wirklich das ganze Tableau
00:45:05: offen.
00:45:07: Richtig.
00:45:07: Ja, da ist das ganze Tableau offen.
00:45:09: Also zumindest Natürlich kann ich dann nicht behandeln, wenn die Frau einen Wochen mit einer Lungenzündung kriegt.
00:45:16: Natürlich ist das dann nicht meine Aufgabe, als Hebammer das zu behandeln.
00:45:22: Aber ich glaube, gute Verschreibungen in diesen Bereichen vor und nach der Geburt brauchen diesen Hintergrund.
00:45:32: Und da ist es vielleicht noch mal interessant, was du vorher auch gesagt hast.
00:45:35: Ich hätte sonst ein Beispiel, aber vielleicht fällt dir sonst auch eins ein.
00:45:39: Ist ja nicht so interessant, jetzt heute über mich zu reden.
00:45:42: Aber was ich da gesehen habe, das geht ein bisschen in das von vorher, dass wir eben auch mit bestimmten Arzneinen das Gefühl haben, A, das sind ja keine Mittel für Untergeburt, weil das sind ja, keine Ahnung, Konstitutionsmittel oder Männermittel oder sehr tief wirkende Mittel oder oder oder.
00:45:58: Ich weiß nicht, hast du da gerade ein Beispiel?
00:46:00: Sonst erzähle ich meins kurz.
00:46:04: Ich glaube, ich habe dir ein Beispiel wozu?
00:46:05: Ich habe es glaube ich nicht ganz verstanden.
00:46:07: Also es gibt ja so Arzneien, wo man das Gefühl hat, das sind gar keine Mittel für Untergeburt, weil die sind ja nicht akut.
00:46:15: Weil das sind chronische Mittel oder das Mittel für langen Anhalt eine Zustände.
00:46:19: Wir hatten eine Zeit lang die Chance mit einer Hebamme in einem Geburtsaussassamen zu arbeiten, die mich dann angerufen hat, wenn sie eben mit ihrer akuten Behandlung unter Geburt nicht weitergekommen ist.
00:46:31: Und was da oft war, so wofür es mich dann tatsächlich brauchte, war ein Arznein, wo sie denn gesagt hat, das ist ja gar kein Akutmittel.
00:46:37: Da hab ich gesagt, das passt jetzt gut.
00:46:39: Also ein Beispiel, was wir öfter hatten, war ein Geburtsstilstand, wenn die Frau sich selbst unter Druck gesetzt hat.
00:46:46: dann in so einen unemotionalen Zustand reingekommen ist, wo sie mehr aus dem Kopf, sich selber immer wieder Stressgedanken und Druck gemacht hat und darüber die Geburt gestockt hat, war Lycopodium zum Beispiel ein Mittel, was sehr oft geöffnet hat, wo die Hebamme am Anfang gesagt haben, aber das ist ja gar kein Mittel für Untergeburt.
00:47:02: Es passt jetzt auf den Zustand, probiere es doch.
00:47:05: und wir hatten ein paar mal Erfolg damit.
00:47:07: Und so gibt es auch andere Arzneien, wo... Das geht ein bisschen das an, was du vorher gesagt hast.
00:47:11: Dass wir uns lösen davon, dass es bei Mitteln bestimmte fixe Bilder sind.
00:47:17: Oder die sind nur für das.
00:47:22: Die Pathologie von Lykopodium kann sowohl akut in Anführungsstichen sein oder nicht.
00:47:29: In dem Fall ist es natürlich so, wenn wir ganz pingelig sind, weil die Frauen natürlich vorher schon so.
00:47:34: Man hat vorher schon alles zerdacht.
00:47:36: Und ist deswegen dann auch akut in diesem Zustand geraten, weil sie sowieso schon so funktioniert.
00:47:43: Und dann ist es genauso, dass ich dann nicht ein Mittel geben kann auf den Gewehrmutterhals.
00:47:50: Ich glaube, da geht es einfach wirklich darum zu schauen, wie du es ja auch gemacht hast.
00:47:54: Wo liegt denn jetzt das Problem tatsächlich?
00:47:57: Also was scheint uns denn gerade so die tiefste Ursache zu sein dafür, dass dieser Zustand sich eingestellt hat und offenbar jetzt auch gerade nicht mehr zu lösen ist.
00:48:08: Also ich glaube auch, da muss man sich ganz frei machen davon.
00:48:13: Und ich glaube, dass das aber auch diese Situationen sind, das ist jetzt vielleicht eine gewagte These von mir, aber ich glaube, dass wir auch in solchen Situationen wie der Geburt, die eigentlich relativ akut sind, uns eben mitschwingen auch in unseren Familiensystemen.
00:48:31: Also wo solche ganz im Unterbewusstsein tradierten über die Generation, tradierten irgendwie vermittelten Erlebnisse rund um Geburt, rund um wie nehme ich mich wahr als Frau, halte ich mich für in der Lage dieses Kind zu gebären, also diese ganzen für uns unsichtbaren Informationen aus dem systemischen Feld.
00:48:58: Die spielen manchmal auch unter der geburten Rolle.
00:49:02: Wo plötzlich so ein Stopp eintritt und plötzlich geht die Situation nicht mehr weiter.
00:49:08: Plötzlich passiert nichts mehr.
00:49:12: Und es ist einfach nur eine Hypothese, aber dass da solche Muster aktiv werden, die gar nicht unbedingt persönlich sind, sondern die auch überpersönlich sein können.
00:49:22: Ich versuche es immer so zu beschreiben für die Patienten, wenn wir krank werden oder irgendwas nicht läuft, wenn wir immer mit einem der tiefsten Emotionen... konfrontiert, die wir eben auch aus diesen eigenen Kindheitsschwangerschaft kennen, nämlich der Ohnmacht.
00:49:35: Ja.
00:49:36: Und damit sind wir eigentlich kollektiv überfordert mit dem Gefühl.
00:49:39: Also ich kenne wenig Menschen, die das gemeistert haben, in Ohnmachtssituationen überhaupt noch klar gerade ausdenken zu können und nicht irgendwie instinktiv irgendwas zu machen, was meist nicht sehr produktiv ist, sondern das wirklich auch... durchführen zu können und mit der Ohnmacht irgendwie umgehen zu können, so dass es irgendwie wieder weitergeht.
00:49:59: Und das ist halt das Coole, das würde ich auch gerne überleiten.
00:50:02: zu unseren Abschlussthemen.
00:50:04: Das ist eigentlich das, was Homöopathie, wenn man dann ganz genau hinschaut, in akuten Situationen gemacht hat.
00:50:09: Und jetzt rede ich mal ganz konkret unter Geburt, wenn wir eine Lycopodium gegeben haben, zum Beispiel, wie die Hebamme gesagt hat.
00:50:15: Jetzt hat sie wieder Ruhe innerlich und jetzt hat sie auch wieder Hoffnung.
00:50:20: Jetzt traut sie sich das wieder zu, die Verantwortung für die Geburt zu übernehmen.
00:50:26: Das ist natürlich das coole, deshalb die Abschlussfrage so ein bisschen auch an dich.
00:50:31: Wenn Leute dazu gehört haben, die vielleicht auch noch nicht so fit sind mit Homöopathie oder vielleicht einige Hebammen auch zu gehört haben.
00:50:39: Wenn man so ein bisschen erklären würde, was macht denn Homöopathie jetzt?
00:50:41: Dann geht es genau im Konkreten, also nicht vom Wirkmechanismus her, sondern wenn ich das jetzt gebe unter Geburt, in der Schwangerschaft, im Wochenbett, egal bei welchem Problem, was könnte man allgemein den erklären?
00:50:59: Was Homöopathie macht, aber nicht den Wirkmechanismus?
00:51:03: Also, vielleicht könnte ich jetzt einfach sagen, die Tür auf.
00:51:06: Es macht die Tür auf.
00:51:08: Es ist ein Dooropener.
00:51:10: Das Muster, in dem man gerade schwingt zu verlassen und sich auf Neues einzulassen.
00:51:21: Das ist natürlich nur halbrichtig, weil ich ja auch Wirkungen sehe bei Babys, bei Neugeborenen, wo sich einfach die Situation ziemlich verändert, wo das natürlich keine bewusste Entscheidung ist.
00:51:36: Ja, die, die das Kind trifft.
00:51:38: Und ich glaube auch für, ich glaube auch, dass es generell keine bewusste Entscheidung ist, sondern dass das einfach eine unbewusste Entscheidung ist.
00:51:46: Ja, lasse ich mich auf dieses Angebot ein.
00:51:50: Und ich glaube einfach, je ähnlicher sozusagen, je mehr das in Koherenz schwingt, ja, die Arznei, die die Patientin, die der Patient, die der Mann, die die Frau einnimmt, dass du einladender ist und dass du leichter ist, sich darauf einzulassen, zu sagen, ja, ich verlass das Alte.
00:52:18: Sehr gut.
00:52:19: Also ich finde, wir haben ein sehr umfassendes und sehr tiefes Gespräch geführt.
00:52:23: Ich danke dir dafür.
00:52:24: Du hast sehr wunderbare Aspekte reingebracht, die mir auch wieder schöne Erinnerungen gerufen haben an einige Dinge und ich fand das sehr schön erklärt.
00:52:32: Also vielen Dank.
00:52:34: Und ich finde dein Projekt wahnsinnig gut.
00:52:36: Da geht mir gerade das Herz auf, wenn ich das höre.
00:52:41: Das brauchen wir auch wieder mehr.
00:52:43: Wir brauchen weniger Kapitalisten, sondern als Gegengewicht auch wieder wirklich Leute, die sich sozial engagieren und das nicht für der eigene Erfolg oder Prestige oder Geld machen, sondern für das die gute Sache in der Humiparty, weil das ist das, was Humiparty irgendwie trägt.
00:53:01: Nicht, dass wir dann mit hoffen Geld verdienen, sondern weil es einfach eine gute Sache ist.
00:53:06: Wobei ich manchmal denke, dass wir Homöopathen und Homöopathinnen auch einfach da ein Stück weit unseren Wert durchaus nicht anstellen müssen.
00:53:21: Es darf auch entlohnt sein.
00:53:23: Das finde ich einfach auch wichtig.
00:53:26: Also, was du sagst, unterschreibe ich absolut.
00:53:30: Aber es führt mich mehr dazu, dass man sagt, na ja gut, aber na ja gut, wenn in der Uni, wenn dafür irgendwelche Forschungsprojekte viel Geld zur Verfügung gestellt wird, ist man ja gewohnt, aber in der Homöopathie dürfen wir das überhaupt wollen, dürfen wir das überhaupt annehmen.
00:53:45: Und wo ich manchmal denke, wir brauchen das auch, um die Homöopathie voranzubringen.
00:53:51: dass wir auch sagen, wir brauchen es auch finanziert haben.
00:53:55: Wir müssen es auch finanziert kriegen.
00:53:57: Und das muss es uns wert sein.
00:54:01: Absolut.
00:54:02: Da kommt ja wieder diese Gemeinschaftsgedanke, den wir vorhin angesprochen haben.
00:54:05: Dass wir das eben nicht alleine schaffen und nicht versuchen, Tiger zu sein, sondern wieder gemeinsam.
00:54:14: Genau, dass wir uns da gemeinsam unterstützen und nicht jeder in seinem Kämmerchen vor sich hinbrühtet.
00:54:20: Und ich glaube, dann kann es auch jedem gut gehen damit.
00:54:23: Und keiner muss sich übermäßig verausgaben und sein Leben dem Wütmen, sondern kann auch anderen Dingen sein Leben wütmen, wenn wir uns da zusammenschließen.
00:54:33: Ich glaube, das ist ein ganz, ganz wichtiger Punkt, auch in der Homöopathenschaft, sage ich jetzt mal.
00:54:42: Sehr gut.
00:54:42: Das ist dann ein perfektes Abschlusswort, den wir mich nicht hinzuzufügen.
00:54:45: Vielen Dank für deine Zeit.
00:54:47: Ich danke auch allen Zuhörern fürs Zuhören und weiterverbreiten, kommentieren, liken dieser Folge, damit wir auch mehr Sichtbarkeit kriegen.
00:54:55: Gerade noch für dieses tolle Projekt.
00:54:57: Und wenn euch Sponsoren einfallen, meldet euch gerne bei mir oder direkt bei Helga.
00:55:05: Ja, ich werde beim J-Rap mal deinen Repeturium runterladen.
00:55:08: Habe ich heute beschlossen.
00:55:10: Das kenne ich mir noch nicht.
00:55:11: Ich habe ja auch J-Rap, aber das kenne ich noch nicht.
00:55:14: Weil ich gerade mal mit Hausten Kontakt aufnehme.
00:55:16: Wobei ich da wirklich das noch korrigieren muss.
00:55:18: Also es ist im Wesentlichen das Repeturium von Tom Vogel, der das zusammengestellt hat.
00:55:23: Das ist seine Arbeit.
00:55:25: Das wäre jetzt wirklich übertrieben zu sagen.
00:55:26: Das wäre meine.
00:55:28: Das ist seine Arbeit, ja.
00:55:30: Und
00:55:30: da will ich gerne mal
00:55:30: reinschauen.
00:55:32: Und wünsche dir alles Gute, wünsche euch zu hören auch alles Gute und viel Spaß dann mit den weiteren Folgen.
00:55:40: Bis bald, tschau.
00:55:41: Dankeschön.