Homöopathie: Gesundheit durch Hilfe zur Selbstheilung
00:00:02: Hallo und herzlich willkommen zu einer weiteren Episode unseres Podcast Frauenreden über Frauenthemen.
00:00:09: Und ich freue mich sehr, jemanden im Podcast zu haben, der schon im Podcast war, der auch schon in der Frauenreihe war und der denkt, wieso darf die denn zweimal kommen?
00:00:18: Ja, das ist halt die zwei Gründe.
00:00:21: Erstens ist meine wundervolle Frau sehr vielseitig in dem Thema und hat noch ein anderes Thema, was wir besprechen können.
00:00:28: Und da habe ich gedacht, warum nicht?
00:00:29: Die einzige Frau, die zweimal in meinem ... äh, Seri, die dabei sein darf, ist halt meine Frau, ist perfekt.
00:00:36: Und das zweite ist, ihr wisst ja, ohne meine Frau gibt es auch diesen Podcast gar nicht.
00:00:40: Sie trägt ja den mit.
00:00:41: Jeder einzelne Folge ... ... ist sie hin dran.
00:00:43: oder ob sie mir?
00:00:48: Du darfst ja gleich selber wehren, ne?
00:00:50: Nein, es gibt vor allen Dingen den Grund, es gab mal eine ... ... Vortragsreihe, die ich sehr, sehr wichtig gefunden hätte.
00:00:57: Die nicht stattgefunden hat, nämlich über Mama werden, Eltern werden.
00:01:02: der irgendwie nicht so richtig zustande gekommen ist.
00:01:03: Irgendwie hat sich da nur ein halbes paar angemeldet, gefühlt.
00:01:06: Und es hat mich da mal so verrückt gemacht vor dem Jahr.
00:01:08: Ich dachte, wir müssen irgendwann noch mal über das sprechen.
00:01:11: Und inzwischen gibt es ja viele andere coole Sachen, die daraus so ein bisschen entstanden sind.
00:01:16: Und trotzdem habe ich gedacht, ja, wir sind jetzt ja so an dem Punkt, jetzt habe ich langsam geboren, Wochenbett.
00:01:22: Wir haben schon ein bisschen gesprochen, Rita Messmer war schon da.
00:01:26: Aber jetzt müssen wir noch mal reden.
00:01:27: Jetzt werde ich ja das irgendwie mutter.
00:01:29: Und da habe ich gedacht, Da ich das ja mit dir zusammen auch irgendwie erlebt, durchstanden, da habe ich drei Mal und finde relativ gut rausgekommen.
00:01:41: Mit wem könnte ich da besser darüber reden, als mit dir?
00:01:43: Also herzlich willkommen, mein Liebling.
00:01:45: Schön, dass du noch mal im Podcast und hast dir Zeit genommen.
00:01:48: Ja, danke vielmals.
00:01:50: Ich freue mich sehr, nochmal hier zu sein und nochmal sprechen zu dürfen.
00:01:54: Und ja, über eins meiner auch Herzensthemen, das Mutterwerden.
00:02:00: was mich natürlich selbst mit den drei Geburten und den drei Mal Mutter werden, auch sehr geprägt hat.
00:02:11: Genau, jetzt könnte man ja sagen, okay, gut, Mutter wären, wären wir irgendwie alle, ist vielleicht das natürlichste der Welt, was soll man auch immer noch eine Folge machen?
00:02:19: Ist vielleicht eines der ursprünglichsten Themen, das liegt ja in unseren Genen oder so, ne?
00:02:25: So ist ein bisschen provokanter Einstieg, aber warum ist es denn wichtig, dass wir heute jetzt gerade bei uns in Westeuropa über das Redenmutter werden?
00:02:35: Das gibt ganz viele Gründe.
00:02:38: Einerseits stelle ich in der homopathischen Praxis fest, dass das ein großes Thema ist bei den Frauen, bei den Müttern, weil es einfach rund um diese Zeit auch viele Struggles gibt.
00:02:54: strenge Zeit ist für viele Frauen, als intensiv erlebt wird und sich auch fragen, Unsicherheiten und ich sage auch mal, ja, die eine oder andere Leidenssituation auftun in dieser Lebensphase.
00:03:12: Und ich denke, dass wir da auch ein ganz anderes Bild leben oder die Rolle sich auch verändert hat über die letzten Jahrzehnte und wir auch die Mutterschaft heute nicht mehr vergleichen können mit der Mutterschaft vor noch zwanzig, dreißig Jahren.
00:03:30: Und ja, das sind mehrere Leihgründe.
00:03:34: Auch erlebe ich das auch natürlich privat außen rum.
00:03:37: Also nicht nur, es ist nicht nur gesprochen jetzt aus der fachlichen Sicht, sondern auch etwas aus der persönlichen Wahrnehmung.
00:03:46: und ja, rundum Schau.
00:03:49: Wenn wir so ein bisschen starten, das ist jetzt vielleicht eine gute Männerfrage.
00:03:54: Wann fängt denn überhaupt Mutterschaft an?
00:03:56: Also ist das mit dem Schwanger sein, ist das mit dem Gebärern?
00:03:59: Wann würdest du das einordnen?
00:04:01: Wir müssen es ja vielleicht auch nicht festlegen.
00:04:03: Vielleicht ist es auch individuell, aber wenn man jetzt sagt, okay, ich werd Mutter, wann beginnt das?
00:04:09: Ich denke, da ist das recht individuell zu betrachten, wie so vieles, weil die Themen sich natürlich nicht für jede Frau zur selben Zeit auftun.
00:04:25: Für die eine ist es ja schon ein Riesenweg überhaupt die Empfängnis, dass die geschieht.
00:04:32: Für andere geht das ganz leicht und das richtige Mutterwerden oder einfach das Mutterwerden passiert dann über die Schwangerschaft selbst.
00:04:41: Also ich denke schon, dass die Schwangerschaft mit dazu gehört zum Mutterwerden.
00:04:47: Es ist auch so, dass ja bereits physiologisch, also von der Biologie her, die Umbauprozesse im Hirn bereits in der Schwangerschaft beginnen.
00:04:56: Deshalb ist das unbedingt da, als Start zu sehen.
00:05:01: Das ist schon ein interessanter Hinweis.
00:05:03: Das heißt Mutter, wenn es nicht jetzt irgendein psychologisches oder vielleicht sogar noch spirituelles Konzept oder das hast du auch schon angedeutet, wir reden jetzt auch nicht über Roller, dass wir jetzt irgendwie die Frauen in unseren Er soll sich mal jetzt ganz modern in unseren patriarchalisch System zurückdrängen wollen, wo sie irgendeine Rolle zu erfüllen hat.
00:05:23: Sondern ich denke, dass wenn wir ja noch viel vielschichtig jetzt gleich mit dir anschauen, aber einen... Interessanten Fakt, dass das sich auch biologisch verändert.
00:05:31: Also Mutter werden ist jetzt nicht nur einfach, ich bin jetzt Lehrerin, das ist ja auch irgendwie eine Rolle.
00:05:39: Aber da passiert ja nichts biologisches, dass ich jetzt durch den Akt der Biologie Lehrerin werde, sondern das ist ja vielleicht eine Berufung oder so.
00:05:49: Aber dass wir bei Mutter werden auch eine biologische Veränderung haben, die jetzt über Schwanger sein hinausgeht.
00:05:56: im Hören.
00:05:57: Das ist ja sehr interessant.
00:05:59: Vielleicht wollen wir da anfangen?
00:06:00: Ja, also ich finde es gerade mal so gesprochen sehr fast entlastend für viele Frauen.
00:06:11: Wirklich das Wissen, also dazu erfahren, es ist nicht nur einfach, ich bin jetzt etwas anderes geworden, sondern tatsächlich, es ist ein biologischer ganz körperlicher Prozess auch, der da abgeht.
00:06:28: Ich entlasten in dem Sinne, dass man sich vielleicht das eine oder andere Mal hinterfragt als Frau.
00:06:35: Wieso verhalte ich mich jetzt anders?
00:06:37: Auch in der Schwangerschaft bereits?
00:06:40: Warum verändern sich plötzlich Sichtweisen etc.
00:06:44: Und auch wirklich zu wissen, Es wird in meinem Heren, findet eine Umbildung bereits statt, ist einfach extrem spannend, weil das ist mit der Schwangerschaft nicht abgeschlossen, der Prozess geht noch weiter.
00:07:00: Ja, da kann man, also finde ich einfach auch wahnsinnig interessant, wie da auch die Biologie so angelegt ist, dass wir Frauen da wirklich uns dahingehend verändern können.
00:07:15: vom Hirn, einfach von der Struktur zum Beispiel, dass bereits in der Schwangerschaft auch das Hirn so verändert wird, dass wir zu diesem Ammenschlaf danach fähig sind.
00:07:26: Das heißt, dass wir, wenn das Kind geboren ist, das Kind auch weinen hören, ist auch diesem Umbauprozess im Hirn geschuldet.
00:07:36: Wir können mehr das Kind erfüllen, was es dann braucht.
00:07:42: Wir sind danach auch wirklich mehr geleitet von diesem wahrnehmenden,
00:07:50: spürsamen
00:07:51: Teil in
00:07:52: uns.
00:07:53: Also dieses Mutterwerden umfasst auch ein größeres Maß an Empathie.
00:07:59: Und das finde ich auch sehr spannend, oder?
00:08:01: Wenn man vielleicht vor dem Selbstkinderhaber noch schreiende Kinder... Mühsam fand und wenn es dann die eigenen sind, ist es mir, dass es einem im Herzen fast wehtut, weil wir es nicht aushalten, das Kind weinen zu erleben.
00:08:18: und das ist auch diesem Umbauprozess geschuldet in dem Sinne.
00:08:24: So als Beispiel zu machen.
00:08:25: Das finde ich auch sehr interessant, weil wir das ja einerseits erleben, Wenn ich in der Homöopathie Leute betreut habe vor der Schwangerschaft und wenn die dann schwanger werden, dass man sieht, dass die auch andere Charaktereigenschaften oder eben auch physische Probleme, das sind Krankheiten auftreten, die jetzt gar vorher nicht waren.
00:08:46: Aber wo die auch verhaltensweise sich ändern, sieht man sehr oft, dass das Frauen selten die selbe Homöopathie als sie benötigen vor.
00:08:56: der Schwangerschaft, also sicher mal wie in der Schwangerschaft und dann sowieso im Wochenbett und so weiter, aber auch oft hinterher durch diesen Prozess, wo wir jetzt gleich noch ein bisschen beleuchten, dass sie wirklich auch eine Veränderung machen.
00:09:08: Das heißt, mich erinnert das so ein bisschen an die Pubertät.
00:09:14: Wir haben ja bei der Pubertät auch diese Gehirnprozesse, die sich ändern, der Charakter, der sich ändert.
00:09:19: Das heißt, ich habe zwei Fragen.
00:09:22: Die erste ist ein bisschen, dass uns noch mal kurz wegführt.
00:09:25: Passiert das beim Mann auch?
00:09:27: Hat der auch Änderungen durch den Prozess, der ja in seinem Körper eigentlich gar nicht stattfindet?
00:09:33: Also irgendwie sekundär auf die Schwangerschaft der Frau hin?
00:09:38: Und die zweite Frage stelle ich dann noch gleich.
00:09:40: Ja, also es ist tatsächlich so, dass der Mann auch ein Veränderungsprozess durchläuft.
00:09:45: Genau.
00:09:46: Ja, sehr interessant.
00:09:49: Weil der ja zum Beispiel diesen Amtschlaf nicht entwickelt.
00:09:53: Kannst du da mal so ein, zwei, ohne dass wir tiefer drauf eingehen?
00:09:55: Weißt du irgendwelche Fähigkeiten, was sich dann entwickelt?
00:09:58: Nein, da habe ich mich ehrlich gesagt als Frau nicht weiter rein gegeben.
00:10:02: Das ist ja auch
00:10:02: ein Thema.
00:10:03: Aber da wissen wir schon, da müssen wir immer jemanden einladen.
00:10:05: Ja,
00:10:06: super Idee.
00:10:06: Die physischen Veränderungen des Mannes.
00:10:09: Aber da sieht man ja auch wieder, dass das spannend ist.
00:10:13: Ich meine, bisher war das so, ja, Männerhänd.
00:10:16: Und Frauen haben diese Kindheit und dann haben sie Pubertät, das haben sie irgendwie noch gemeinsam.
00:10:21: Und dann wird nur die Frau schwanger.
00:10:24: Und dann hat sie ja später wieder Wechseljahre.
00:10:26: Das sind ja eigentlich so Phasen, die der
00:10:28: Mann
00:10:29: eigentlich nicht so richtig hat.
00:10:30: Jetzt haben wir gehört doch irgendwie schon.
00:10:32: Und dann wissen wir, hier so halbe Wechseljahre gibt es irgendwie auch.
00:10:35: Die sind alles ein bisschen anders.
00:10:38: Das heißt, die Frau hat ja wirklich nochmal eigentlich Also ganz klar auch eine hormonelle Änderungsphase in der Zeit, ne?
00:10:48: Das ist richtig.
00:10:49: Also muss ja, oder zwingend mit der Schwangerschaft, die hormonelle Veränderung und danach mit der Geburt auch ganz klar ein Veränderungsprozess, der hormonell nochmal unterstützt ist oder eingeleitet ist, begleitet ist.
00:11:06: Und es ist super, dass du diese Pubertät auch ansprichst, weil In der Pubertät geschieht genau dasselbe wie mit der Muttertät.
00:11:16: Das ist der Fachbegriff dafür.
00:11:18: Die Muttertät oder Matresens im Englischen ausgesprochen.
00:11:23: Sehr entspannendes Thema, wer mag.
00:11:25: Es gibt einige Podcasts darüber zu finden.
00:11:28: Es gibt Bücher, sowohl Englisch als auch Deutsch.
00:11:32: Kann ich wirklich sehr ans Herzen legen, sich damit zu befassen.
00:11:36: Und der Prozess, der da geschieht, ist wirklich dieses loslassen, wer ich war und mich neu definieren, bezüglich Körper, Körperbewusstsein, die ganze Persönlichkeitsentwicklung, was wir jetzt schon ein bisschen angeteasert haben und dann auch die Rundumschau, das bewusste, oder die Sicht auf die Umwelt, mein Umfeld und auch natürlich den Beruf.
00:12:11: Sehr gut, dann gehen wir mal in die verschiedenen Bereiche rein.
00:12:14: Ich habe mir jetzt noch so ein bisschen überlegt, die Mutterschaft oder Muttertät, wenn wir sie auch wie so eine Art Pubertät beschreiben, dann beginnt sie ja wirklich erst mit den Hormonen und physischen Innoventen, wenn tatsächlich eine Schwangerschaft besteht.
00:12:28: Aber mental beginnt sie ja auch schon und das wird ja auch Einflüsse haben, wenn ich eigentlich überhaupt planer schwanger zu werden.
00:12:34: Und heutzutage kann das ja auch ein ziemlich langer Prozess sein.
00:12:37: Das ist ja nicht so, ja gut, ich werde jetzt mal schwanger.
00:12:40: Das gibt es auch.
00:12:41: Aber es gibt ja auch viele, die dann drei, vier Jahre versuchen, überhaupt schwanger zu werden.
00:12:44: Und die kommen ja dann, sag ich mal, schon mal mental in so eine Mutterrolle.
00:12:48: Würdest du das dazuzählen zu dem Thema von heute oder würdest du das ausklammern?
00:12:52: Diesen Prozess würde ich etwas ausklammern.
00:12:55: Ja.
00:12:57: Das ist wahrscheinlich so wenig mir vorstellig wie ein Pubertä, bin aber nicht.
00:13:02: Also dann bleiben wir bei diesem Muttertätsthemen.
00:13:04: Ja.
00:13:04: Gut.
00:13:06: Was wird denn so am Anfang das?
00:13:08: Wir wissen, es ist individuell ganz klar.
00:13:10: Wir müssen ja trotzdem so ein paar Sachen finden, wenn wir da so reingehen in diese Schwangerschaftsthemen.
00:13:17: Was sind da so die typischen Muttertätprozesse, wenn es so was überhaupt gibt?
00:13:24: Ja.
00:13:25: Also in der Schwangerschaft ist sicher für viele Frauen der Punkt Angst.
00:13:33: Punkt Angst, was man sich vorher auch nicht vorstellen kann, eine Sorge um... ein Wesen, das man noch nicht kennt, dass man auch noch weiß, wie weit ist es jetzt schon ausgebildet.
00:13:47: Also es ist ja wirklich schon früh, auch für viele, sobald sie wissen, dass sie empfangen haben, dass bereits Angst mitschwingt.
00:13:55: Und das gehört für mich da schon mit rein.
00:14:00: Dieses auch wirklich vom urweiblichen Instinkt gesteuerte Bereitsbewahrende in uns, was versucht, der Schwangerschaft erhalten zu dienen.
00:14:15: Viel den größeren Prozess sehe ich aber mit der Geburt.
00:14:20: Und das mit der Schwangerschaft, ja, die Muttertät beginnt in der Schwangerschaft, aber den wirklich größten Veränderungs- und Transformationsprozess, der läuft nach der Geburt.
00:14:34: Du hast ja so ein bisschen gesagt, dass man eigentlich auch diese die die Rolle verlässt und in eine neue geht.
00:14:41: Das heißt, man könnte sagen, die Schwangerschaft ist wie so ein Kokonzeit.
00:14:44: Also ohne das vielleicht jetzt zu werten, aber du hast ja diese Larve zur Schmetterlings-Variante.
00:14:49: Wenn ich wirklich eine neue Rolle habe, dann kommt ja irgendwann mal diese Kokonzeit oder zieht sich das über Jahre dann nachher.
00:14:56: Also ich sehe die Schwangerschaft und auch dann die Geburt aus Vollendung als diese Übergangszeit.
00:15:05: Weil die Frau hat ja große Wechsel.
00:15:09: Zuerst vom Kind zur Frau mit der Menarche, mit der Menstruation, die beginnt.
00:15:18: Und dann von der Frau zur Mutter ist wieder so ein großer Wechsel.
00:15:23: Und die Schwangerschaft ist wirklich so die Einleitung, dass sich Anbahnen der Geburt der Große übergangen.
00:15:34: fast so als Initiation und dann wirklich dieses Reingeschmissen sein.
00:15:40: Jetzt bin ich Mutter.
00:15:42: Viele haben ja auch oder es gibt einige Frauen, die fühlen sich noch nicht so sehr mütterlich in der Schwangerschaft und das kommt dann erst danach und das muss ja auch nicht direkt mit dem ersten Kontakt mit dem Kind dann so sein.
00:15:58: Das darf ja wirklich auch sich dann erst entwickeln.
00:16:06: Das heißt, wenn wir dann, also Kindesgeboren, wir haben jetzt mal die ersten drei Tage, woher man vielleicht noch gar nicht die Zeit hat, sich in irgendwelchen neuen Rollen zu finden, da ist man ja noch ganz mit anderen beschäftigt.
00:16:17: Das läuft ja denn mehr ab.
00:16:20: Oder was ist deine Erfahrung auch?
00:16:22: Was ist so der Zeit, wo die Frau dann anfing, wirklich zu realisieren?
00:16:27: Jetzt bin ich Mutter und jetzt ... beginnt ja, denke ich, man auch noch etwas.
00:16:32: Also es ist ja nicht abgeschlossen mit
00:16:34: drei
00:16:35: Monaten.
00:16:36: Genau.
00:16:36: Ja, tatsächlich geht der Prozess viel länger als wir denken oder auch selbst wahrnehmen.
00:16:44: Und erst rückblickend, denke ich, für viele dann, wie klar ist, wie lange der Prozess eigentlich gedauert hat.
00:16:50: Ich sehe so, dass die ersten sechs bis acht Wochen vom Wochenbett wirklich sehr intensiv sind.
00:16:56: Das ist die Anfangsphase.
00:16:59: Es ist von vielen Extremen geprägt, also von extremer Freude zu extremer Beschwerden, eventuell bis extremer Chaos-Erfahrung, vielleicht auch.
00:17:16: Und da haben wir diese Prozesse vom Wochenbett, sage ich jetzt mal, auch mit den körperlichen Dinge, die haben da etwas stehen im Vordergrund.
00:17:28: Dazu kommt auch in dieser Anfangszeit selbstverständlich dieser Punkt, wie war die Geburt?
00:17:36: Wie wurde sie erlebt?
00:17:39: Und da sind dann meist auch diese Annahme dessen, wie es war, wenn sie jetzt nicht positiv erlebt war, ja, steht da auch die Annahme dessen noch im Vordergrund.
00:17:53: Ja, ich habe überlegt, dass wir das gegen Ende machen.
00:17:55: Mir ist das schon eingefallen als Punkt.
00:17:56: Vielleicht können wir das ein bisschen schieben.
00:17:58: Weil ich habe überlegt, wir beleuchten einmal, wenn du einverstanden bist, jetzt diesen Zeitlauf, wenn das relativ gut läuft.
00:18:05: Weil ansonsten können wir gegen Ende noch mal drauf eingehen.
00:18:07: Zum Beispiel, was passiert auch, wenn ich sozusagen in diesem Prozess ein Abbruch habe durch ein Abort, durch eine Abtreibung oder durch ein Geburtstrauma, das wäre ja wie eine Pubertät.
00:18:18: Das können wir gegen Ende ein bisschen als, wenn wir schon grob das verstanden haben.
00:18:22: Bist du einverstanden?
00:18:23: Ja,
00:18:23: super.
00:18:24: Dann können wir das noch auf die Seite blenden und so mal davon ausgehen, dass es alles relativ gut gelaufen.
00:18:29: Und wie wir jetzt diese Muttertätsprozess dann...
00:18:32: Ja.
00:18:33: Also gehen wir davon aus, die Geburt wurde positiv erlebt, das Kind ist da und dann denke ich, sind wirklich die ersten sechs bis acht Wochen oder das erlebe ich auch so in der Praxis, die sind geprägt von, wir schauen, dass das Stillen jetzt läuft, wir schauen, dass wir zu einem, ich sage mal, einigermaßen Alltag kommen.
00:18:58: Obwohl, die Erwartung ist auch hoch in den ersten acht Wochen, aber ja, es geht um die ganz essentiellen Dinge wie Ernährung, wie Schlafen, also von der Mutter und dem Kind natürlich.
00:19:12: Die Gesundheit, die Rückbildung steht da im Vordergrund.
00:19:17: Und die mentalen Prozesse laufen mit.
00:19:22: für vielleicht ist da auch schon zu Beginn von ein bisschen loslassen, was danach kommt.
00:19:29: Als Loslassprozess, der folgt auf diese Anfangsphase, wo wir auch wirklich voll reingeschmissen sind in diesen neuen Alltag, in dieses ja auch noch ein bisschen sich finden mit, wo bin ich jetzt hier gelandet?
00:19:47: und aha, jetzt ist da ja noch wer.
00:19:50: Genau, dieses auch viel realisieren, was ist und Annahme, wie es gerade ist.
00:19:57: Ich denke, auch ein Problem, wenn ich mir das so ein bisschen vorstelle, ist ja dann auch, dass die Frau irgendwie damit so ein bisschen allein ist, ne?
00:20:04: Nicht unbedingt, ja.
00:20:06: Also, ich denke, da haben wir letztes Mal ja darüber gesprochen, in der Folge übers Wochenbett, dass wir uns da, unser Dorf, unser Umfeld mit einbeziehen.
00:20:20: Ja, es kann sein, dass da wirklich an Umfeld und Unterstützung fehlt.
00:20:26: Aber zum Glück, also hier in der Schweiz ist es ja üblich auch, dass wir von einer Woche bei Thebamme betreut sind in dieser Zeit.
00:20:33: und da uns auch wirklich jederzeit hinwenden können, sowohl mit den körperlichen wie auch mit den mentalen Prozessen.
00:20:41: Vielleicht hat man auch eine Dula, die einen begleitet hat über die Geburt und auch danach noch zur Verfügung steht.
00:20:50: Natürlich ist es eine Zeit, wo man sich den Partner fest zur Seite wünscht.
00:20:58: dass ja auch hier in der Schweiz mit zwei Wochen Vaterschaftsurlaub in Gänsefüßchen einfach auch nicht möglich ist über diese Zeit.
00:21:07: Ich habe jetzt auch mehr gedacht in Richtung, es gibt ja kein Muttertätscoach oder ich kenne jetzt zum Beispiel keinen, gibt ja bestimmt inzwischen, aber das meinte ich mehr.
00:21:16: Weil ich hab mich jetzt so ein bisschen, ich bin hängen noch mit dieser Pubertät.
00:21:19: Eigentlich in der Pubertät ist ja oft so, dass man diese Prozess ja nicht unbedingt zur glächlichen Zeit hat.
00:21:24: Und eigentlich in der Pubertät auch viel eigentlich Unverständnis vom Umfeld erntet, weil sie es ja gar nicht verstehen.
00:21:29: Und bei Pubertät ist es schon bekannt und da ist es schon mühsam, ehrlich gesagt.
00:21:33: Und wenn jetzt eine Frau, keine Ahnung, ihre Freunde nennen jetzt alle noch kein Kind und sie kommt jetzt in diese Muttertätsphase und stellt alles um.
00:21:41: Ich meine, sorry, nix gegen Partner, die sind sicher bemüht.
00:21:44: Aber Männer sind auch keine Muttertäts-.
00:21:46: Also, da hatte ich mir so ein bisschen gedacht.
00:21:50: Und jetzt die klassischen Hebammen, das mag Medulla oder Hebammen, die sich da ein bisschen ausgebildet oder speziell, da mag das auch anders sein.
00:21:57: Aber jetzt die klassische, ich mag Krankenhaushebammer, ohne den Nahtwerten zu wollen, glaube ich auch nicht, dass das jetzt Muttertätscoaches sind.
00:22:03: Oder üre ich mich da?
00:22:05: Ich denke, das Bewusstsein für die Muttertät ist echt erst im Kommen.
00:22:09: Ja, das ist so.
00:22:12: grundsätzlich.
00:22:13: Das andere ist schon dadurch, dass man ja auch gerade, wenn es das erste Kind ist, plötzlich so in dieser neuen Lebensphase irgendwie in einer neuen Welt gelandet ist, haben viele Mütter Einsamkeitsthematik.
00:22:29: Und ich denke, ja, da ist wirklich, ist man wie selbst gefordert sich da zur richtigen Zeit.
00:22:37: Personen an die Seite zu holen.
00:22:39: Aber in dieser Phase, also als Frau, als Mutter gesprochen, in dieser Phase bist du echt noch so beschäftigt mit, okay, was braucht mein Kind jetzt, wann komme ich zu schlafen, ich hoffe, ich schaffe es noch unter die Dusche heute.
00:22:54: und ja, was essen sollte ich auch mal noch.
00:22:59: kommt erst danach.
00:23:01: Was kommt dann als nächste Phase dann, wenn das mal so ein bisschen alles anfängliche Routinen hat?
00:23:07: jetzt?
00:23:08: Ja, aus der Sicht der Muttertät gesprochen, kommt nach der Anfangsphase eine Trauerphase.
00:23:16: Ja, spannend, eine Trauerphase und da gehört dann dieses Einsamkeitsgefühl für viele hin.
00:23:23: sagen wir Abschlusswochenbett, so nach ca.
00:23:26: acht Wochen bis etwa rund um sechs Monate.
00:23:29: Es ist individuell.
00:23:31: Aber so das erste halbe Jahr, wo auch für viele bewusst wird.
00:23:37: dann, wenn diese ersten essentiellen Dinge geregelt sind und man sich da etwas reingeben konnte, plötzlich, aha, okay, wie gestalt ich jetzt meinen neuen Alltag?
00:23:49: Der erste Baby Rush ist vorbei, die Besuche.
00:23:53: Die Flachen ab.
00:23:54: Und der Mann ist wieder voll arbeiten.
00:23:59: Rundum läuft das Leben weiter, wie es vorher war.
00:24:02: Und für einen selbst ist da jetzt ein ganz neuer Rhythmus und vor allem recht fremdgesteuert das Leben.
00:24:10: Ja.
00:24:12: Okay, das heißt, wir haben Dann einerseits vielleicht auch dieses Unverständnis dann von den anderen, die jetzt ja einfach wieder normal weiterleben.
00:24:21: Auf der anderen Seite aber vielleicht auch ja das innere Verständnis, weil ich bin ja auch in der neuen Rolle.
00:24:25: Also ich habe jetzt ja keine Ausbildung gemacht drei Jahre.
00:24:28: Ja.
00:24:28: Und bin jetzt Lehrerin und hab schönen Mentor, den mich dann da reinführt und kann noch irgendwie mich rückversichern, sondern ich bin jetzt halt Mutter.
00:24:35: Genau.
00:24:35: Jetzt bin ich es und jetzt okay.
00:24:38: Was bedeutet das jetzt für mich?
00:24:40: Und auch Trauer darüber, dieses, ich sag jetzt mal, vorherige Leben etwas loszulassen, das Tempo, den Lebensrhythmus, den Lebenspuls, den man vorher hatte, loszulassen.
00:24:55: Manchmal auch Kontakte loszulassen, manchmal auch dieses Körpergefühl, was man vorher hatte, etwas loszulassen.
00:25:04: Es ist auf vielen Ebenen, wo Trauer stattfinden kann und darf.
00:25:11: Und spannenderweise spricht man ja bei der Wochenbettdepression über Trauer, aber dass das darüber hinaus physiologisch ist, ist auch vielen nicht bewusst.
00:25:24: Und ich denke, dass dieses Wissen auch den Mamas da draußen, die da jetzt vielleicht reinhören, wirklich ... wie ein bisschen balsam auf die Seele sein darf.
00:25:34: Du bist nicht verkehrt, wenn du darüber hinaus, über das Wochenbett hinaus wirklich noch traurig findest und auch einfach mal wehtut, dass jetzt rundherum das Leben ist wie vorher und du dachtest vielleicht vor der Geburt, hey, ich bin dann wie vorher nur mit Kind und mein Leben ist wie vorher nur mit Kind und jetzt merkst du, es ist ganz anders.
00:25:56: Das darf auch traurig machen.
00:25:59: Ja, jetzt habe ich viele Fragen, aber ich bleibe mal, versuche mal da in die Richtung zu bleiben, dass wir nicht abschweifen zu viel, aber vielleicht kann ich das später nachstellen.
00:26:08: Das heißt eigentlich, wenn wir in diese Trauer sind, dann haben wir so ein bisschen angelehnt, vielleicht kommen ja noch andere Phasen, die das dann nochmal bekräftigen meinen jetzt Theorie, aber wir haben dann so ein bisschen eigentlich wie so Phasen der Trauer.
00:26:21: wie wenn nachher in Trennung.
00:26:22: Da gibt es ja auch verschiedene Phasen.
00:26:25: Und das ist die Trauerphase ganz wichtig.
00:26:27: Aber das gibt natürlich ganz ein anderes Bild, wenn ich einerseits gerade das Pathologie sehe und sage, ja, die einen Wochen mit Depressionen oder Schwangerschaftsdepressionen oder so.
00:26:37: Das wäre, wie wenn ich sage, jemand hat mich verlassen und ich bin jetzt depressiv.
00:26:41: Das stimmt ja auch nicht.
00:26:42: Man nennt das ja dann sogar eine Psychologie ganz anders, eine Anpassungsstörung.
00:26:46: Das
00:26:47: ist auch wieder negativ, natürlich.
00:26:49: Aber wenn ich sage, ich habe eine Anpassungsphase, wo ich Teile loslassen soll, aber ja auch neue dazu bekomme, dann denke ich, hat man auch noch mal eine Chance, mit dieser anderen Benennung auch anders damit umzugehen.
00:27:02: Und die Feuerwehr würde ich jetzt gerne stellen.
00:27:04: Wie geht man denn damit um?
00:27:06: Nehmen wir mal an, das hat man jetzt gehört und denkt, ach guck, das ist vielleicht gar nicht eine Wochenbett-Depression, weil ich jetzt an die Depressive und Psychiater brauche.
00:27:13: Und der Tetzcoach wohnt jetzt bei mir gerade nicht in der Nähe, aber vielleicht kann ich ja selber was machen.
00:27:17: Also, was für so ein gutes Bewusstseins oder Prozess oder was würdest du jetzt zum Beispiel auch noch Frau raten, wenn sie jetzt in der Zeit käme zu dir?
00:27:28: Für mich ist wichtig, dass die Frau versteht, ich bin nicht falsch damit.
00:27:35: Sich damit anzunehmen und auch dieses Gefühl der Trauer oder auch Einsamkeit, die wir vorhin angesprochen haben, egal welches Gefühl da auch kommt, das kann ja mit der Trauer auch eine Wut zusammenschwingen, je nach Hergang auch der Empfängnis zum Beispiel, aber wenn wir jetzt beim ich sage jetzt mal Standard bleiben, der Umgang mit diesen Gefühlen finde ich ganz wichtig, dass man als Frau auch sich erlaubt, diese Gefühle zu haben und dem auch einen Raum, einen Rahmen gibt.
00:28:13: Im Bewusstsein, ich sitze immer noch am Steuer meines Lebens und kann noch mitsteuern, aber es darf jetzt dieser Raum sein.
00:28:21: Und wenn das für sich selbst schwierig ist, dass man sich da Personen zur Seite holt oder einfach den Rahmen schafft, wo man sagt, okay, Mit meinem Partner ist das vielleicht schwierig, weil der sagt dann nur, ja, aber du hast ja das Kind gewollt.
00:28:37: Oder ja, auch vielleicht Freundinnen, die das überhaupt nicht nachvollziehen können, dass man sich da dann vielleicht wirklich eine Fachperson holt.
00:28:45: Das kann ein Homopart sein, das kann eine psychologische Begleitung sein.
00:28:50: eben wie gesagt die Dula, die einem da auch durch diese Zeit wirklich noch zur Seite stehen kann.
00:28:56: Es gibt so viele Möglichkeiten.
00:28:58: Vielleicht hat man ja eh schon Therapeuten aus der Zeit vorher, wo das Vertrauen schon da ist.
00:29:04: Und aus der homöopathischen Sicht gesprochen kann ich sagen, dass wir da die Frauen auch mit homöopathischen Arzneien sehr gut unterstützen können, vor allem dann, wenn sie sagen, und ich merke, es überkommt mich so, dass ich nicht mehr am Steuer meines Lebens sitze, sondern die Trauer hat mich eingenommen.
00:29:26: Und ich denke, es ist auch relativ leicht, in den Zustand zu fallen.
00:29:28: Das hast du ja vorher auch schon.
00:29:29: Auf jeden Fall war ja irgendwie auch ein bisschen mehr fremdbestimmt.
00:29:32: Und ich denke, wenn ich eh schon fremdbestimmt bin, gerade das Steuergrad noch loszulassen, ist so, sagen wir mal, nicht mehr besonders gut, aber so eine leichte Möglichkeit da auch rein zu rutschen.
00:29:42: Ja, dazu kommt Schlafmangel bei vielen.
00:29:46: Ja.
00:29:47: Genau.
00:29:49: Nehmen wir mal an, ich habe die Phase dann irgendwie relativ gut gemeistert, dadurch, dass ich diese Gefühle zugelassen habe.
00:29:56: Was würde danach kommen?
00:29:58: Danach kommt ab ca.
00:30:01: einem halben Jahr von nach der Geburt gesprochen bis ca.
00:30:04: eineinhalb Jahre eine relativ lange Phase eines Übergangs.
00:30:10: Ja, wo man aber so ein bisschen noch dazwischen immer noch steckt oder man hat jetzt losgelassen, angenommen.
00:30:17: Die Grundbedürfnisse sind wieder geregelt und so.
00:30:21: Man geht wieder darüber hinaus.
00:30:23: Es kommen so langsam wieder Ideen.
00:30:25: Es kommen Impulse, Wünsche.
00:30:31: Man geht viel wieder ins Leben nach außen, in dieses neue Leben.
00:30:35: Und das ist wirklich so dieses Ausprobieren.
00:30:40: Die Ausprobierphase, wenn man es jetzt bei der Pubertät auch anschaut.
00:30:44: Ja.
00:30:45: Bleiben wir erst mal noch da.
00:30:46: Ich habe schon die Folgefrage, aber bleiben wir erst mal noch da.
00:30:49: Was sind denn so Stolpersteine in dieser Ausprobierphase?
00:30:53: Nehmen wir erst mal das.
00:30:55: Ich denke, der größte Stolperstein ist, dass man sich zu schnell in etwas Neues stürzt.
00:31:01: Sei es mit dem Umfeld, sei es beruflich, also mit dem Umfeld ist.
00:31:11: auch viele Partnerschaften sind, ja.
00:31:14: sowieso auf dem Prüfstand danach, weil auch die Rollen in der Partnerschaft sich ja wieder neu definieren.
00:31:21: Also man ist jetzt nicht nur Frau-Partnerin, sondern auch noch Mutter.
00:31:26: Es ist dieses erste Versorgerjahr vom Kind, was ja den Fokus viel aufs Kind nimmt, weg von der Partnerschaft.
00:31:34: Also es braucht ein Bewusstes, sich hinwenden wieder zum Partner und sich da dann zu schnell diesen Impulsen zu folgen ist die größte Hürde.
00:31:50: Ich sage jetzt mal, fallen viele drauf rein, etwas provokant gesagt, wo es dann wie auch sage ich jetzt mal Lerngeld gibt am Schluss.
00:32:02: Das ist ja auch so ein bisschen unsere Gesellschaft.
00:32:04: Jetzt bist du wieder parat, jetzt kann ja der Kind in die Kita oder kann ja da oder kann ja hier oder Oma kann ja schauen und so weiter.
00:32:12: Also die Das Rundrum ist ja auch dann schnell wieder unterwegs oder erwartet das vielleicht sogar auch.
00:32:20: Die Fragen kommen dann, hey, wann gehst du wieder arbeiten oder wann kommt das zweite Kind?
00:32:25: Genau, das wollte ich auch gerade ansprechen.
00:32:27: Ja, viele, viele, die da ja nach dem ersten Jahr auch wieder sich bereit fühlen für das nächste Kind.
00:32:36: Genau.
00:32:38: Dann stelle ich die Frage, das ist mir auch schon vorhin eingefallen, aber stelle ich die gerade, dass wir das mal so gerade abschließen, das Thema, den müssen wir später nicht darauf eingehen, geht das bei der zweiten Schwangerschaft noch mal?
00:32:49: Also mache ich noch mal eine Muttertät, oder?
00:32:51: Ich bin jetzt ja Mutter, dass es jetzt nichts Neues.
00:32:54: Nein, das ist wirklich spannend so, dass dieser Prozess wieder von vorn beginnt.
00:33:01: Ganz spannend, ja.
00:33:03: Obwohl ich trotzdem beobachte, dass, wenn, sag ich mal, die erste Muttertät relativ gut gelaufen ist, dass trotzdem die zweite Muttertät nicht derselbe Intensität hat in keiner der Phasen, also außer es geht etwas schief.
00:33:15: Ja, genau.
00:33:17: Das klammern wir aus, wenn etwas schief geht.
00:33:19: Es nicht so läuft, wie wir uns wünschen für jede Frau.
00:33:24: Ich denke, es ist wirklich für viele... die erste Muttertät, die Intensivste.
00:33:30: Da kommt es auch noch auf die Konstellation und Individualität davon.
00:33:34: Welches Kind habe ich da an meiner Seite?
00:33:37: Ich meine, es kann eine Frau sein, die hat wirklich also größten Schlafmangel, hat ein Schreikind, was ja, oder mit drei Monatskolligen, was auch immer, das sind dann andere Umstände, die einem natürlich auch intensiver in diese in diese Prozesse rein wirft einfach, weil man auch vom Nervensystem her schon viel belasteter ist.
00:34:04: Und wie wir es auch von der Pubertät kennen, für die eine ist es zu Beginn schwieriger und für die anderen eher dann so mittendrin und nicht alle reagieren genau gleich auf diese hormonellen Veränderungen.
00:34:22: Wir gehen noch zurück nochmal in diese Probierphase wieder, sodass wir dann den Fall nicht verdienen.
00:34:29: Was wäre denn so der größte Betreuungstipp?
00:34:32: Oder wir haben einen schon gehört, sozusagen abgeleitet aus dem Stolperstern, okay slow, nicht fünf neue Projekte anreißen und noch das und das und das.
00:34:43: Aber neben dem, was wir sozusagen, dass man die Zeit trotzdem schon konstruktiv verbringt.
00:34:50: Wie vorher, dass wir gucken, was kann die Frau machen in der Zeit?
00:34:54: Anstatt nur die Füße stillhalten, das ist vielleicht auch kein beliebter Rat.
00:34:58: Ja, nein, gar nicht beliebt.
00:35:01: Aber aushalten ist ein großes Wort für diese Phase.
00:35:05: Aushalten, dass noch nichts in Stein gemeißelt ist.
00:35:10: Und auch bewusstes sich ausprobieren, bewusstes Komfortzone verlassen, Und immer wieder sich achtsam begegnen, wie geht es mir jetzt damit auch bezüglich diesen Faktoren mit Körperpersönlichkeit im Sinne von, wie geht es mir jetzt damit, wenn ich bewusst mich dem und dem Thema widme, diesen Anteil an mir, was ich neu erlebe.
00:35:44: diesem hingebe auch das neue lebe auch nach außen oder weil vieles ist dann zuhause oder für sich festzustellen aber dann auch draußen mit den anderen wirklich so sich etwas auszuprobieren und dann auszuhalten wie sich das anfühlt immer wieder zu reflektieren auch aufzuschreiben tagebuch zu führen in dieser phase ist sehr wertvoll.
00:36:08: Und auch wenn ich ja gar keinen Profi da bin oder jetzt einfach mit mitdenken, würde ich noch empfehlen, dass Sie Ihre Ideen aber auch aufschreiben.
00:36:17: Unbedingt, ja.
00:36:18: Ohne dazu viel ins Detail zu gehen, aber vieles von dem, was wir jetzt zum Beispiel auch gemeinsam erschaffen haben, haben wir auch exakt in dieser Zeit erstmalig geplant, wenn ich mich nicht irre.
00:36:30: Ja, oder ersträumt.
00:36:32: Genau.
00:36:33: Und ich denke, wenn ich sozusagen merke, ich will wieder nach vorne gehen, ich bin jetzt auch in dieser neuen Rolle und ich habe viele Ideen, dass ich das nicht einfach nur wegdrücke
00:36:43: oder
00:36:44: sage ich mal nur die Gefühle fühle, so wie in der vorigen Phase, sondern denke, ja, ich habe aber die ganzen Impulseideen neu.
00:36:52: Und das ist ja im Prinzip, wenn man sieht, wie lange es eigentlich gebraucht hat, bis es wirklich hätte dürfen, aufblühen.
00:36:58: Unser gemeinsamen Projekt zum Beispiel.
00:37:01: Also, A hat sich der Warten extrem gelohnt.
00:37:05: Aber B war es auch interessant, wie das sich entwickelt hat, wenn ich mit der Idee den wirklich auch über diese Entwicklungsprozesse hin dann wachse und die im Herzen behalte.
00:37:17: Ja, keine Schnellschüsse zu machen.
00:37:20: Und trotzdem träumen, durchdenken, aufschreiben, besprechen mit dem Umfeld, aber einfach noch die Füße stillhalten und warten, ob man dann noch nach einem halben, dreiviertel Jahr noch genauso denkt und fühlt.
00:37:36: Das ist aus meiner Sicht schwierig, dieses Aushalten, aber wertvoll.
00:37:45: In der Zeit, also du hast ja diesen tollen Mamakreis gegründet, vielleicht können wir da noch drüber sprechen, weil ich denke, das ist ja auch genau die Zeit, wo denn wahrscheinlich man aus dem Grübschen raus und überhaupt Zeit hat zu, okay, mit der Väterberatung, Mamakreis, ich brauche jetzt vielleicht gerade keine Therapie mehr, aber irgendwie ein Ort, wo ich dann auch diese treffen habe.
00:38:05: Ich denke, dass, also jetzt von dem Gespräch würde ich da einfach darauf schließen, dass dafür auch der Mamakreis ja ist.
00:38:10: Ja, das ist wirklich meine Idee.
00:38:13: da den Rahmen zu schaffen, dass die Frauen sich mit diesen Themen austauschen können.
00:38:19: Und auch mit dem Gefühl nach Hause gehen.
00:38:23: Ich bin in diesem Prozess nicht alleine.
00:38:25: Es geht den anderen genauso.
00:38:28: Und trotzdem habe ich meine ganz eigenen Themen, die da mitkommen.
00:38:33: Und dass dann ein Raum ist, wo ich verstanden werde, wo ich nicht bewertet werde, dafür, wie ich fühle.
00:38:41: Und ja, das ist auch so, wie ich das erlebe, dass es wirklich sehr ein schöner Austausch ist, der immer stattfindet.
00:38:49: Und da kommen auch die Frauen nach Abschluss des Wochenbets meist.
00:38:54: Beginnen sie da, die Fühler etwas auszustrecken.
00:38:57: Und gerade so bis ein Jahr bis jährig.
00:39:00: Ja, also auch diese Trauerphase ist auch viele Frauen stecken auch gerade noch in der Trauerphase, wenn sie das erste Mal den Mamakreis besuchen, was ich auch wertvoll finde, weil da wirklich der Rahmen ist, wo man verstanden wird.
00:39:17: Und das ist das, was sich die Frau auch wünscht.
00:39:21: Und ich finde es sehr schön, wenn ich richtig informiert bin, dürfen Sie auch Ihre Kinder mitbringen.
00:39:25: Das ist ja dann in der Zeit auch vielleicht noch gar nicht so leicht.
00:39:29: Beim Mama-Kreis stellt man sich dann vielleicht vor, irgendwann am Abend um neunzehn Uhr oder um einundzwanzig Uhr im Zoom, wenn die Kinder schlafen oder so.
00:39:36: Und das ist ja auch wirklich gedacht, wirklich Mutter ist man ja auch durch das Kind und mit, dass das auch wieder dabei sein kann.
00:39:44: Ja, das ist und war mir wichtig diesen Raum zu schaffen.
00:39:49: dass die Kinder mit dabei sein können und es funktioniert fantastisch.
00:39:53: Also ich bin selbst immer wieder ganz berührt, dass auch wenn wir mal eine Atemübung oder nach innen gehen, dass die Kinder da wirklich meist gut mitmachen und es reicht, dass alle auf alle schauen und keins da irgendwie randaliert oder so, auch wenn sie größer sind.
00:40:13: Ja, genau.
00:40:14: Und auch ein schönes Feedback, was ich mal hatte, war, Eine Mama, die gesagt hat, mit einem dreimonatigen Kind, zum Schluss so, diese Stunde hat mich jetzt entspannt.
00:40:27: Und ich dachte vorher immer, ich muss mein Kind wohin geben, damit ich entspannen kann.
00:40:34: Und ich erfahre jetzt, ich kann ja auch wieder bei mir ankommen und entspannt sein mit meinem Kind.
00:40:43: Ja, weil viel haben wir das Problem, dass wir uns immer vom Kind lösen müssen zum irgendwas machen.
00:40:53: Ja, und vom Kind lösen ist auch ein großes Thema in der Muttertät.
00:40:59: Und hier in der Schweiz ja schon sehr früh für die Planen oder in der Schwangerschaft planen, dann wieder im Beruf weiterzugehen.
00:41:08: Die müssen ja mit vierzehn Wochen, sechszehn Wochen, müssen sie bereits sich da wieder für viele Stunden trennen vom Kind, lösen vom Kind und sowieso innerhalb des ersten Jahres ist das ja dieses Versorgerjahr.
00:41:26: und das Kind, was ja noch fest auf diese enge Verbindung auch angewiesen ist, diesen sicheren Rahmen, den die Eltern schaffen, vor allem die Mutter, ja.
00:41:39: ist für viele eine Challenge.
00:41:41: Und die einen machen das nach diesen sechzehn Wochen Mutterschaftsurlaub und die anderen dann vielleicht mit einem Jahr, aber den Prozess machen alle während der Muttertät durch.
00:41:54: Ja, das gehört dann zu den individuellen Rahmenbedingungen, ob ich wieder arbeiten gehe oder nicht.
00:41:58: Genau.
00:41:58: Und das ist ja wie bei Pubertät spielt keine Rolle, ob ich eine Ausbildung mache oder oder oder.
00:42:02: Ich habe sie trotzdem.
00:42:03: Ja, was aber speziell ist, jede Frau hat einen Plan, den sie ausarbeitet.
00:42:10: während der Schwangerschaft und dann ist das Kind da und man ist plötzlich eine andere Person, hat neue Anteile an sich, die man entdeckt und das Trennenfeld nicht so leicht, wie man ursprünglich gedacht hat.
00:42:24: Und der Plan ist aber schon da.
00:42:26: Die Verträge sind so gemacht und ja, das fordert dann zusätzlich heraus, weil die Muttertät bringt auch mit sich plötzlich ein anderes einen anderen Blickwinkel zu gewinnen auf Wertigkeit von Berufsfeldern, von Tätigkeiten.
00:42:47: und vielleicht ist dann der Beruf, den man ausgeübt hat, für plötzlich nicht mehr so relevant aufs Leben gesehen.
00:42:58: und deshalb ja auch vielleicht die Frage, weshalb soll ich jetzt meine wertvolle Zeit die ich mit meinem Kind oder für mich verbringen kann, wie könnte ich, also ja, wie soll ich die jetzt für etwas, was ich plötzlich nicht mehr als so sinnvolle Rachte da investieren?
00:43:14: Das kommt noch dazu zu dieser Lösungsthematik.
00:43:18: Ja, und ich denke, das löst ja in beide Richtungen auch wieder trauer aus, ne?
00:43:21: Da muss ich den Job loslassen, muss ich Freundschaften loslassen, muss ich Sport loslassen oder die Kind loslassen, ne?
00:43:27: Ja.
00:43:27: Das mag dann im Grad individuell sicher Unterschiede machen, was jetzt schwieriger oder leichter zum Loslassen ist.
00:43:33: Aber ich glaube, das ist dann, wie wenn ich mir eine Achterbahn vorstelle oder auf der Achterbahn draufsetzen und runterrasen.
00:43:39: Das sind halt zwei ganz verschiedene Dinge.
00:43:41: Ja, und auch jede Frau hat ja ihre ganz eigenen Lebensthemen, die sie mitbringt.
00:43:48: Und da kommen dann auch, also die kommen auch in diese Bereiche mit rein, oder wie gehe ich, also wie habe ich die Ansprüche an mich selbst, an Perfektion vielleicht, wie was ... Wann fühle ich mich schwach oder als schwachgestellt?
00:44:08: Auch die Aufarbeitung der eigenen Kindheit kommt da bereits wieder mit rein, weil wie habe ich meine Mutter erlebt, wie wertvoll erachte ich selbst Mutterschaft und dieses Dienen, ich sage mal, der Evolution.
00:44:29: Ja.
00:44:30: Wie ist meine Beziehung zu meiner Mutter?
00:44:32: Das spielt alles da auch in diese ganze Transformationszeit mit rein.
00:44:38: Ja,
00:44:39: also das ist ja, ich bin dann sozusagen von der Rolle her noch nie so ähnlich gewesen zu meiner Mutter, wie jetzt.
00:44:49: Das ist ja für viele schwierig.
00:44:52: Und oft beginnt ja dann so ein zwiespältiger Prozess, entweder werde ich dann plötzlich wie mein Mutter oder ich will auf gar keinen Fall so werden wie mein Mutter.
00:44:59: Und bei das kann ja dann auch Schwierigkeiten auslösen.
00:45:03: Ja, und gleichzeitig Riesenschance.
00:45:06: Genau.
00:45:07: Also ein riesiges Potenzial, Frieden zu schaffen, Annahme und auch Annäherung.
00:45:18: Ja, absolut.
00:45:20: Also einem wird ja auch erst bewusst, was die eigenen Eltern geleistet haben, ne?
00:45:23: Mit jedem Woche oder Monat oder vielleicht auch sogar Tag, dass man denkt, mein Gott, das hämt die gemacht und dann
00:45:29: damit fiel wieder.
00:45:29: Ja, und wie haben Sie das gemacht und wann?
00:45:33: Genau, genau.
00:45:36: Sehr spannend.
00:45:37: Gibt es nach dieser Ausprobierphase noch mehr Phasen?
00:45:41: Die letzte, die Transformationsphase, folgt auf die Übergangsphase und in der Transformationsphase geht es dann wirklich darum, dieses was wir vorher ausprobiert haben, was wir an Ideen gesammelt haben und sich als gut angefühlt hat, stimmig, wie wir uns definieren, wie wir die Werte neu setzen wollen, dann wirklich umzusetzen, zu transformieren, nach außen auch zu leben.
00:46:11: Darum geht es in dieser letzten Phase.
00:46:16: Was wären da so Stolpestein oder Tipps, wo du sagst, das ist ganz wichtig, dass man in der Phase bewusst ein Fokus auf das lenkt?
00:46:26: Wenn jetzt eine Frau käme und sich betreuen lassen würde von dir und braucht da Hilfe?
00:46:32: Ja, da geht es dann vielleicht eher um Mut.
00:46:38: Und Mut ist ja dann, wenn es Angst macht und wir machen es trotzdem, mutig zu sein.
00:46:48: auch immer wieder vielleicht die Gedanken aus der Übergangszeit herzuholen, respektive die Gefühle, wie hat es sich da im Ausprobieren angefühlt?
00:46:59: und den Mut dann diesen Weg wirklich zu gehen, sich selbst und dem Leben zu trauen, da in die Umsetzung zu gehen.
00:47:10: Gibt es so den Phasen noch was, was du hinzufügen möchtest oder haben wir das so als Überblick?
00:47:19: Ich finde den Überblick haben wir gut geschaffen von diesen Phasen, was ich noch unbedingt ansprechen möchte, ist dieses Bedürfnisse.
00:47:32: Welche Bedürfnisse haben welches Gewicht, welchen gehe ich nach?
00:47:37: Ich finde das sehr wichtig bezüglich Mutterwerden anzusprechen, weil Wir haben ja gesagt, das ist nach der Geburt dieses kleine Wesen, vielleicht sogar zwei auch bei Zwillingsgeburten.
00:47:53: Sie sind von uns abhängig als Mama.
00:47:56: Wir sind dadurch etwas fremdgesteuert und gleichzeitig haben wir dieses aus der Physiologie neu angelegte, überempatische für dieses Wesen.
00:48:07: Und es verleitet uns, dass wir einfach uns vergessen.
00:48:12: unsere eigenen Bedürfnisse vergessen und versuchen sowieso in der heutigen Zeit sehr auf das Kind die Bedürfnisse zu beachten und auch zu erfüllen.
00:48:24: Und unsere Bedürfnisse stehen aber vor den Bedürfnissen der Kinder.
00:48:29: Klar, hier geht es nicht um, stelle ich jetzt mein Kind oder nicht, es geht darum uns selbst.
00:48:36: gut zu schauen, weil das Kind von uns als Mutter abhängig ist.
00:48:40: Und vielleicht kannst du da zum Partner noch etwas sagen.
00:48:44: Ich erlebe das so oder ich sehe das so, dass der Partner genauso abhängig davon ist, dass es der Mama gut geht.
00:48:51: Wie siehst du das?
00:48:52: Ja, es gibt ja dieses Flugzeugbeispiel.
00:48:54: Sich erst selber die Atemmaske anlegen, bevor man es dem Kind anlegt.
00:48:58: Das kommt ja immer.
00:48:59: Ja.
00:49:01: Weil das Kind es einfach nicht selber kann.
00:49:03: Und ohne fitte Mutter.
00:49:07: Ich wollte eh noch auf die Partnerschaft zu sprechen kommen, machen wir das gerade, weil ... Bedürfnisse, die ... Weil jetzt, wenn ich das so ein bisschen gehört hab, hab ich gedacht, das ist ein Intro-Prozess, den wir jetzt beschrieben haben, der innen abläuft.
00:49:22: Aber ich glaub nicht, dass das so erlebt wird.
00:49:25: Nein.
00:49:26: gar nicht.
00:49:27: Sondern einerseits habe ich ja rundherum Leute, die diese Entwicklung machen, ganz nah.
00:49:31: Also das Kind macht ja alle zwei Tage eine neue Entwicklungsschritte am Anfang.
00:49:35: Und dann später ist plötzlich drei, zehn Meter groß und geht alleine auf den Spielplatz in die Rutsche.
00:49:40: und man denkt ja, und jetzt, also das ist ja von heute auf morgen manchmal, denn hat man ja auch rundherum, vielleicht hat man auch schon ein Kind oder eben andere Themen, die sich verändern.
00:49:53: Also andere machen ja auch noch ein Prozess und der Partner ja eben auch.
00:49:57: Und ich komme ja aus der Systemik bei so Sachen auf, wenn ich so Paare berate, in der Zeit bin ich ja sehr systemisch unterwegs.
00:50:04: dass ich dann schaue, wie hat sich das System geändert?
00:50:06: Durch so ein Kind ändert sich eben auch das System.
00:50:08: Das versuche ich dann mit so viel Güli aufzuzeigen.
00:50:11: Und viele sind schon nur da entspannt, wenn man das für den Figüli sieht, wie sich das eben jetzt geändert hat, das System.
00:50:16: Und dann sieht man es mal und kriegt Bewusstsein dafür.
00:50:20: Und ich wollte eh noch auf das zu sprechen kommen, weil ich finde, fürs Kind haben wir auch relativ viel, was wir wissen.
00:50:26: Dann gibt es einen Ratgeber und eben ... Leute wie dich, die das können, und dann auch die Umöopathen, habe ich auch erlebt, wir haben viel zu sagen.
00:50:34: Aber ich mache es jetzt erst fünfzehn Jahre, aber ich kann sagen, das ist eine der Solbruchstellen für die Beziehungen schlechthin.
00:50:41: Es gibt aus meiner Sicht drei, wo Beziehungen, wenn die einigermaßen gut sind, also nicht die sowieso schon nicht gut waren, die brechern wegen irgendwas nachher später.
00:50:50: Aber die meisten Beziehungen gehen uns einander, wenn die Kinder ganz klein sind, Dann, wenn die Kinder ausziehen und dann gibt es noch mal, wenn die Frauen die Menopause kommen, die nachdem wann das ist, kann das auch mit einer dieser anderen Phasen auch überlappen.
00:51:03: Aber wann immer jetzt Scheidungen sind, sehe ich immer, wie es kommt in diese Phasen hinein.
00:51:09: Und deshalb um eigentlich ja die Bedürfnisse, ich meine, wem soll ich sie mitteilen?
00:51:17: Im Prinzip.
00:51:18: Auch auch die eigenen Eltern sind ja oft nicht, dass sie jetzt da für vierundzwanzig sieben plötzlich Zeit haben.
00:51:23: So kommt das auf den Partner und deshalb muss diese Sache eigentlich sehr gut funktionieren, weil auch auch die Bindung von Kind zu Vater extrem davon abhängt, wie die Mutter mit dem Vater umgeht.
00:51:37: Also nehmen wir an die Beziehung läuft irgendwie nicht gut und die Mutter, ich hatte das letztens, ne?
00:51:42: Die Mutter sagt, ich kann, ich gebe meinem Mann Das Kind nicht, weil der macht alles falsch.
00:51:49: Wir haben dann das ein bisschen besprochen und dann haben wir rausgefunden, der Mann macht es anders.
00:51:55: Und dann ging es plötzlich und dann war das wie klar, okay, das macht es halt anders.
00:51:59: Und das ging dann.
00:52:00: und dann hat sie auch gemerkt, dass das viele ihrer Bedürfnisse und zum Beispiel überhaupt erst befriedigt worden sind, dadurch, dass sie eben der Vertrauen hatte, dass der Vater auch was machen darf.
00:52:10: Also die... Also ich erlebe oft, dass der Partner auch eben so sekundär oder tertier an diesem ganzen Prozess beteiligt ist.
00:52:20: Einerseits von der Frau zum Mann, wie bindet sie ihn ein.
00:52:24: Andererseits natürlich aber auch vom Mann, wie bereit ist er, wie präsent ist er, wie ist er, wenn er von der Arbeit dann heim kommt, wie interessiert ist er noch an irgendwas auch teilzunehmen.
00:52:34: Das brot natürlich wie beide.
00:52:36: Und ich glaube, das... Wenn ich das jetzt zu höre, dann kann ich mir vorstellen, dieser Muttertätsprozess, der muss ja noch viel schwieriger sein, wenn da die Beziehung nicht gut funktioniert.
00:52:48: Auf der anderen Seite ist ja auch das, und das wäre jetzt mal in Frage an dich, das ändert sich ja aber auch.
00:52:56: Wir haben jetzt gesagt, ja, ich ändere mich, ich bin nicht mehr die Frau von vorher, ich bin nicht einfach die Frau mit noch einem Kind, aber die Beziehung ist auch nicht einfach die Beziehung wie vorher mit noch einem Kind, oder?
00:53:05: Ja, das ist richtig, ja.
00:53:07: Also schon eben, ich sag.
00:53:08: Der Fokus liegt ja auf ganz anderen Dingen, dann auch innerhalb der Beziehung.
00:53:15: Und da ist auch ja die große Kunst, dann immer wieder so die Außensicht einzunehmen und zu sagen, okay, gut, wo stehen wir jetzt?
00:53:23: Und was braucht jetzt jede Person für sich?
00:53:26: Also die Mama, der Papa, was braucht jeder für sich?
00:53:30: Und was brauchen wir jetzt als Partner zusammen, um zu funktionieren?
00:53:38: Ich sage jetzt auch, diese Bindung auch zu pflegen.
00:53:44: Nicht nur funktionieren im Sinne von Leistung, sondern wirklich so die Bindung zu pflegen.
00:53:51: Und dann kommt der große Faktor dazu.
00:53:55: Meist ist die Mutter schon übersättigt mit Oxytocin durch das Kind.
00:54:02: die Verbindung, die man irgendwie auf eine andere Art finden muss in der Partnerschaft, weil auch die körperliche Nähe des Bedürfnis sich verändert.
00:54:12: Und da kommt natürlich dann andere Qualitäten der Beziehungen, die mir Gewicht bekommen und auch ein bisschen auf dem Prüfstand stehen.
00:54:26: Und dazu auch noch der Punkt, Wie?
00:54:29: in der Pubertät sind ja oft die Eltern die Prellböcke, oder?
00:54:34: Die Kinder gehen oft bei den Eltern sich ausprobieren, reagieren sich ab, stoßen da ihre Hörner und so.
00:54:44: Und als Frau macht man das natürlich bei der nahestehendsten Person, wo man hoffentlich bedingungslose Liebe erfährt, aber das gar nicht immer so einfach ist, wenn man dann der Prellbock ist.
00:54:58: Und das ist auch viel, denke ich, vom Partner aushalten.
00:55:04: Und getragen werden als Frau auf eine andere Art und Weise.
00:55:12: Ja, ich glaube, es braucht, wenn man so allgemein jetzt runterbrechen will, es bleibt auch nicht selbstverständlich bei den Männern individuell, aber es braucht das eine, was wir schon angesprochen haben, von den Bedürfnissen.
00:55:24: dass er eben auch seinen Bedürfnissen erfüllt und eben auch nicht nur dient und arbeitet und dann kommt er heim und arbeitet noch mehr und macht dann noch alles falsch und denkt dann, ja weißt, da macht er ein Scheiß alleine, also genau.
00:55:37: Sondern auch die eigenen Ressourcen müssen aufgefüllt sein, damit ich dann auch der Präbuch sein kann.
00:55:44: Und der Zweite ist aber sicher, erlebe ich viel, dass das noch falsch ist, dass wir eh her versuchen, jetzt vor einer Männerseite gesprochen, Verständnis zu zeigen, als Lösungen anzubieten.
00:55:57: Ja, ganz ein wichtiger Punkt.
00:55:58: Ja, also ein Missverständnis oft zwischen Frau und Mann, dass sie sich danach sehen, sich verstanden zu fühlen, anlehnen zu können und er versucht Lösungen... zu präsentieren.
00:56:15: Versteht auch nicht, weshalb sie die nicht annehmen kann und nicht umsetzen kann.
00:56:20: Wobei es bei der Frau ja um den eigenen inneren Prozess geht, beim Erzählen, beim sich ausweinen oder halt das Herz ausschütten.
00:56:31: Ja, vor allen Dingen der Phase von dieser Trauerphase, wo wir vorhin besprochen haben.
00:56:36: Ich bin dann, glaube ich, der Mann noch relativ frisch.
00:56:39: Diese ganze Rolle dann an Haufen Lösungen präsentiert, da wird nicht viel helfen.
00:56:44: Ja, gleichzeitig auch in dieser Übergangsphase ist man vielleicht einen Tag so und die nächste Woche ganz anders, weil man sich ausprobiert und diese verschiedenen Ideen hat und es auch ein bisschen aushalten vom Mann gefragt oder mittragen.
00:57:03: die Ideen dann zu früh angepackt werden und wieder scheitern oder, ja, es mal in die Hose geht.
00:57:10: Ja.
00:57:10: Ja.
00:57:11: Also, mir hat immer geholfen, ganz persönlich, red ich auch gerne im Podcast.
00:57:14: Mir hat immer geholfen, dass ... dieses ehrliche Interesse ... also, ich habe gemerkt, wenn ich auch Versuchtlösungen zu bringen, also, es bringt diese oder Praxis nicht gut in der Phase, unabhängig von uns.
00:57:27: Und das ist auch ... mit gewissen Freundschaften oder so.
00:57:34: Das habe ich jetzt nicht nur in der Beziehung gemäht.
00:57:36: Das merkt man relativ schnell.
00:57:38: Dass das auch auf der Arbeit manchmal ist, man ist einfach nicht gefragt.
00:57:41: Aber was ich immer spannend fand oder was mir immer geholfen hat, ist dieses ehrliche Interesse.
00:57:48: Zu verstehen zu wollen, wie kommst du da drauf?
00:57:50: Warum ist das so okay?
00:57:52: Oder dann auch interessiert zu fragen, wie brauchst du für eine Lösung?
00:57:57: Ja.
00:57:57: Das ist eben sicher immer gut.
00:57:59: Oder was könnte dir jetzt helfen?
00:58:02: Soll ich dich einfach halten?
00:58:05: Ja.
00:58:05: Und inzwischen hat mich das auch von viel Verantwortung befreit worden als Mann.
00:58:08: ja, denn auch schnell, der meint, ich muss jetzt eine Lösung finden für die Frau.
00:58:11: Und plötzlich trägt man Verantwortung für den Gemütszustand des Partners.
00:58:15: Ja, also.
00:58:17: Und das erschöpft einen ja zusätzlich.
00:58:19: Ja.
00:58:19: Und wenn ich mich da rausnehmen kann und verstehen kann, ist es lang schon für meinen.
00:58:24: Gemützustand, die Verantwortung zu tragen, dann das Land, ja.
00:58:28: Das ist schon mühsam genug.
00:58:30: Ja, und das Kind ist ja auch noch.
00:58:33: Genau.
00:58:34: Ja, ich möchte einfach noch mal betonen, dass die Frauen da achtsam mit sich sein dürfen.
00:58:39: Natürlich auch die Männer, aber oft sind ja die Frauen rund um die Uhr auch wirklich in diesem Dienst, wo sie stehen, wo sie Bedürfnisse des Kindes erfüllen, Tag und Nacht.
00:58:53: und dass sie da immer wieder den eigenen Krug an Lebenskraft auffüllen, indem sie gut für sich sorgen, weil sie täglich stündlich immer einschenken den anderen, den Kindern und dem Hausarzt und den Beruf und so, dass sie da wirklich achtsam mit sich sein dürfen und immer wieder die eigenen Ressourcen stärken, ganz bewusst sich rausnehmen, eben mit oder ohne Kind.
00:59:22: sich zu nähern.
00:59:24: Find ich einen guten Abschluss.
00:59:26: oder hast du noch was an Thema?
00:59:28: Ich glaube, also ich könnte noch länger darüber sprechen, wie ihr merkt, aber ich denke, wir haben wirklich die wichtigsten Punkte angeregt.
00:59:36: Und ich finde es immer wertvoll, dass man vielleicht auch sich schon in der Schwangerschaft ein bisschen Gedanken macht darüber, einfach um das Bewusstsein zu schärfen, was gehört da vielleicht noch zum Mamawerden mit dazu?
00:59:51: gar nicht um Angst zu machen oder die Warnglocken anzuwerfen, sondern einfach für das Bewusstsein, es ist mit der Geburt nicht gemacht.
01:00:05: Ich bin zwar Mama, weil das Kind ist dann da, aber ich darf mir diese Erlaubnis geben, dass das ein Prozess ist, den eben über zwei Jahre dauern darf.
01:00:15: Und ich muss nicht so oder so sein direkt nach Geburt.
01:00:21: Und ist es eben biologisch initiiert, das ist für mich auch ein ganz interessanten Fakt, dass es eben nicht mit mir stimmt, etwas nicht, sondern mit mir ist alles in Ordnung.
01:00:32: Genau.
01:00:34: Sehr gut, vielen Dank für dein Zeit, für dein Wissen, dass du da mit uns geteilt hast.
01:00:39: Und ich glaube, viele von uns haben den Miriff Mutter TT erst einmal gehört.
01:00:44: Ich hatte ehrlich gesagt am Anfang ein bisschen Mühe, weil ich fand dann kein besonderes Werbefähigen Titel.
01:00:50: Aber ich kann mir jetzt auch viel mehr darunter vorstellen und finde gerade über diesen biologischen Teil, finde ich das gut.
01:00:58: Weil das ist vielleicht nicht der schönste aller Begriffe, aber so kann man sich auch leicht verstehen, dass es eben nicht ein psychologisches Thema ist.
01:01:07: So vielen Dank.
01:01:08: Weiterhin viel Erfolg natürlich mit deinen Projekten in die Richtung.
01:01:12: Das wird ja auch wachsen.
01:01:14: Allein schon durch die Erfahrung, die du jetzt sammelst.
01:01:19: Und wünsche euch auch, liebe Zuhörer, viel Freude weiterhin mit der Reihe.
01:01:24: Wir werden uns jetzt ja bis zum Wochenbett und darüber hinaus auch weiter vorarbeiten im Leben der Frau.
01:01:30: Da schon einige interessante Gesprächspartnerinnen, die da über verschiedene Themen noch reden werden.
01:01:38: So wünsche ich euch weiterhin viel Freude dabei und alles Gute bis zum nächsten Mal.
01:01:43: Tschau.
01:01:43: Tschüss.